Trump: Entscheidung über erneute Kandidatur getroffen

Seit seiner Abwahl kokettiert der Ex-US-Präsident mit einer weiteren Bewerbung fürs Weiße Haus. Jetzt spricht er in einem Interview von einer «großen Entscheidung» - wie die ausgefallen ist, lässt er offen.
Will er oder will er nicht? Eins ist sicher: Die Aufmerksamkeit rund um eine mögliche erneute Präsidentschaftskandidatur nimmt Donald Trump gerne. © Rebecca Blackwell/AP/dpa

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat wieder Spekulationen über eine erneute Kandidatur bei der Wahl 2024 befeuert. «Für mich habe ich diese Entscheidung bereits getroffen», sagte Trump dem «New York Magazine» - allerdings ohne zu sagen, ob er noch mal antreten wolle oder nicht.

Nach Darstellung des Mediums hat Trump dann in verschwörerischem Ton hinzugefügt, dass die Frage sei, ob er seine «große Entscheidung» vor oder nach den wichtigen Kongresswahlen in vier Monaten mitteilen werde: «Gehe ich davor oder danach damit raus? Das wird meine große Entscheidung sein».

Trump hat seit seiner Abwahl immer wieder mit einer erneuten Kandidatur kokettiert. In den USA kann eine Person zwei Amtszeiten lang Präsident sein, egal ob diese aufeinander folgen oder nicht. Trump wäre bei der Wahl in gut zweieinhalb Jahren 78 Jahre alt.

Wahlbetrugs-Vorwürfe - aber keine Beweise

Der politische Quereinsteiger, Ex-Immobilienmogul und Reality-TV-Star weigert sich bis heute, seine Niederlage 2020 gegen den neuen Präsidenten Joe Biden einzugestehen. Er behauptet, durch massiven Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden zu sein, hat dafür aber nie Beweise vorgelegt.

Biden kam bei der Wahl auf 81 Millionen Stimmen und auf eine klare Mehrheit der Wahlleute. Für Trump stimmten mehr als 74 Millionen Amerikaner. Biden löste Trump am 20. Januar 2021 im Weißen Haus ab.

Trump ist unter massive Kritik geraten, weil seine Anhänger am 6. Januar nach einer Kundgebung des Präsidenten das Kapitol in Washington stürmten, wo der Kongress zu dem Zeitpunkt Bidens Sieg offiziell machen wollte. Trump musste sich danach einem zweiten Amtsenthebungsverfahren im Kongress stellen, wo er wegen «Anstiftung zum Aufruhr» angeklagt wurde.

Eine Mehrheit der Senatoren stimmte zwar gegen den Republikaner. Die für eine Verurteilung im Senat nötige Zweidrittelmehrheit wurde aber verfehlt.

© dpa
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