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Botschafter Makeiev: Russland konnte sich einbarrikadieren

Die Ukraine setzt ihre Gegenoffensive fort, hat aber mit den stark befestigten russischen Verteidigungsanlagen Schwierigkeiten. Der ukrainische Botschafter in Deutschland glaubt, den Grund dafür zu kennen.
Oleksii Makeiev
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, äußert sich zum Kriegsverlauf in der Ukraine. © Christian Charisius/dpa

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, führt eine zögerliche militärische Unterstützung der westlichen Partner als einen Grund für die derzeit schwierige ukrainische Gegenoffensive an.

«Russland hatte Zeit, um sich einzubarrikadieren», sagte Makeiev im «Interview der Woche» des Deutschlandfunks. «Man hat sehr lange gebraucht, um die ukrainischen Brigaden, Brigaden des Angriffes vorzubereiten und auszustatten.» Diese Brigaden seien nun voll mit westlichen Waffen und Munition. Er verwies dabei auch auf die Debatten in Deutschland um die Lieferung von Schützenpanzern und Flugabwehrsystemen.

Die Bedeutung von Taurus-Marschflugkörper und F-16

Die Ukraine habe keine Lufthoheit über ihr Territorium, sagte Makeiev weiter. Daher sei die Lieferung der F-16-Kampfflugzeuge so wichtig - Dänemark, die Niederlande und Norwegen haben F-16 zugesagt. Mit Blick auf deutsche Taurus-Marschflugkörper sagte Makeiev, man sei in einem «sehr pragmatischen und inhaltsreichen Gespräche» mit der Bundesregierung.

Die Ukraine fordert seit längerem von Deutschland Taurus-Marschflugkörper. Kanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich dazu aber bisher zurückhaltend. Es gibt Befürchtungen, dass die Marschflugkörper auch russisches Territorium erreichen könnten.

Angesprochen auf mögliche Friedensverhandlungen mit Russland sagte Makeiev: «Hier geht es um Vernichtung, und Russland und leider die russische Bevölkerung wollen überhaupt keine Ukraine, und in diesem Zusammenhang geht man nicht ins Gespräch mit einer Kompromissbereitschaft.»

Das sei für die Ukraine überlebenswichtig. «Das haben auch sehr viele Partner jetzt verstanden, und es wird kein Druck auf uns ausgeübt, jetzt mit Russland ins Gespräch zu kommen.»

© dpa
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