Spaß mit Burgern, Glück im Bett!

17.05.2019 Zwei tolle Sachen: Mit der ersten können Sie ein kleines Abenteuer erleben. Mit der zweiten werden Sie glücklich.

Foto: Armin Weigel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein junger Mensch erzählte mir, dass er und sein Hase neulich beim Drive In-Schalter einer Burger Bude vorfuhren und folgende Bestellung aufgaben: „Wir möchten genau das, was die Person vor uns bestellt hat.“ Im Wagen vor den beiden hatte eine Frau gesessen, mehr war nicht zu sehen, der Wagen hatte verdunkelte Scheiben. Die beiden bekamen jedenfalls zwei Cheeseburger, zwei Hamburger, ein Chicken-Dingens und zwei Apfeltaschen. Das Chicken-Dingens war für die Fahrerin, klar. Man möchte vermuten, dass sie zwei hungrige Kinder dabeihatte, denen sie aber weder Pommes noch Cola erlaubte. Zu ungesund, dann lieber etwas Obst. Der junge Mensch und sein Hase blieben also durstig, fuhren aber gleich weiter zur nächsten Bude und hatten dort mehr Glück. Das kräftig gebaute Pärchen vor ihnen hatte zu zwei mächtigen Extra-Special-Megaburgern und haufenweise frittiertem Kleinzeugs auch zwei Eimer Softdrinks bestellt.

„Ich nehme dasselbe wie die Person vor mir“ ist natürlich ein Trend aus den USA. Wir dürfen mitmachen, deutschen ihn aber bitte ein, indem wir uns bei allem Spaßvergnügen auch einige mitfühlende Gedanken über die Besteller vor uns machen, deren Leben wir nun ja schließlich teilen.

Zwischen Burgern und Bars überlege ich derweil, einen Halter für Küchenpapierrollen zu kaufen, auch wenn der auf meiner Liste der ‚Kauf ich nie in meinem Leben‘-Dinge steht. Ich möchte hier keinem Küchenrollenhalterbesitzer zu nahetreten, aber mal unter uns Betschwestern: wer wirklich cool ist, legt sein Küchenpapier lässig neben die Spüle, egal, ob es da nass wird oder nicht. Küchenrollen sind nichts Ästhetisches. Es gibt keinen Grund, sie auf einem verstörend stillosen Halter aufrecht zu präsentieren. Schlichte Halter machen die Sache übrigens nicht besser. Mag sein, dass ich da etwas streng bin, aber auch in der Küche gilt es Stil zu bewahren.

Nun zum Mann in meinem Bett: In der Regel liegt er lässig bei mir herum, so, wie es auch eine Küchenrolle tun sollte. Hin und wieder putzt er aber auch meine Küche, er findet saubere Küchen sexy. Ein Küchenrollenhalter, sagt er, wäre seiner Arbeit hilfreich. Ich werde die Sache mit engen Freunden und meinem Therapeuten besprechen. Was ich eigentlich sagen möchte: für etwas Gutes im Bett muss man immer wieder Opfer bringen, dann klappt es mit dem Glücklichsein.  

Ich reise jetzt in die Ferne, laufen Sie nicht weg, Mitte Juni gibt es dolle Geschichten aus der Südsee.

© Nele Nielsen

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