Popos & Pudding Heads

23.11.2018 Holla, es gibt viel zu verpassen: Albernheiten um Hintern und Hypes aus den USA.

Foto: Etienne Laurent © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sternchen Sylvie Meis hat sexy Unterwäsche designt. Jetzt sucht sie auf RTL eine ‚Markenbotschafterin‘ für ihre schnuckeligen Spitzenhöschen. Die Show heißt „Sylvies Dessous Models“. Ich fasse das für Sie schnell mal zusammen: Es gibt langhaarige Häschen mit knackigen, nackigen, rausgestreckten Popos zu sehen. Insgesamt eine Supershow für Jungs von 12 - 15. Aber auch wer nur erfahren möchte, was in Spatzenhirnen eigentlich so vorgeht, bekommt schöne Einblicke.

Model 1: „Isch schneid mir nie die Haare ab, für nischt auf der Welt.“
Model 2: „Auch nicht für zwei Millionen?“                
Model 1: „Nee!“
Model 2: Hm……. (langes Nachdenken)… ooookay.

Jetzt zum Shopping-Getöse ‚Black Friday‘. WOW, YEAH, SPANNUNG! ES IST BLACK FRIDAY! HEUTE! Rennen Sie los und kaufen Sie Zeugs, oder bleiben Sie zuhause und klicken sie sich fix durchs Internet, es gibt eine Million SAGENHAFTER Angebote! ZWANZIG PROZENT auf Zeug, das dringend wegmuss! WAHNSINN! Nur mal zur Erinnerung: Der Black Friday kommt aus den USA, er ist der Freitag nach Thanksgiving und gilt in den USA als Beginn der Weihnachtseinkaufsaison. Nur mal zur Erinnerung: Truthahnessen ist bei uns kein Feiertag und man muss nicht bei jeden Shopping-Hype aus Übersee Schnappatmung bekommen.

Noch ein merkwürdiger Trend aus den USA: sich selbst sehr klasse finden. Der Präsident hat’s salonfähig gemacht, Rapper Snoop Dogg legt noch ein Schippchen drauf. Er hat einen Stern auf Hollywoods Walk of Fame bekommen und dafür brav erst Familie und Freunden für die Unterstützung gedankt. Danach kam er zum Wesentlichen: „Ich möchte mir danken, dass ich all diese harte Arbeit mache. Ich möchte mir danken, dass ich keine freien Tage habe. Ich möchte mir danken, dass ich immer gebe und versuche, mehr zu geben als ich bekomme…“ Und so weiter. Erde an Snoopy: Wir alle tun, was getan werden muss. Wenn wir uns tatsächlich selber für etwas danken sollten, dann dafür, dass wir uns in der Öffentlichkeit nicht hochjubeln. Soviel zum Thema Demut. Auf Englisch heißt das humility. Und Knallkopf heißt pudding head.

Ansonsten beginnt langsam die Zeit der fröhlichen Aufregung, Weihnachten will gut geplant sein. Der polyamore Mann in meinem Bett sitzt am Computer und frickelt mit einem Spezialprogramm an Schienenverläufen. Zwischen den Jahren erlaubt ihm seine Gattin, die Modelleisenbahn durchs Wohnzimmer zu verlegen.

Es hat durchaus sein Gutes, nicht verheiratet zu sein.   

© Nele Nielsen

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