Juventus Turin trennt sich von Pirlo - Allegri übernimmt

28.05.2021 Nach dem Saisonende befindet sich Italiens Fußball-Liga in einer Serie aus Trainerwechseln. Nicht erreichte Ziele oder eine ungewisse Zukunft sind die Gründe.

Bei Juventus Turin wird ein alter Bekannter wieder Platz auf der Trainerbank nehmen: Der italienische Rekordmeister gab am Freitag offiziell die Verpflichtung von Massimiliano Allegri bekannt.

Der 53-Jährige ersetzt damit Trainer Andrea Pirlo, der schon nach einem Jahr seinen Posten verlor. Allegri hatte bereits von 2014 bis 2019 bei den Bianconeri an der Seitenlinie gestanden. Mit ihm gewann das Team in dieser Zeit alle fünf Meisterschaften und stand außerdem zweimal im Champions-League-Finale.

«Willkommen zu Hause, Max»

«Willkommen zu Hause, Max», begrüßte Juve den Mann aus der Toskana in der Mitteilung. «Allegri kehrt auf eine Trainerbank zurück, die er sehr gut kennt, und zu einem Club, der ihn liebt und den er liebt», hieß es. Nur wenige Stunden zuvor wünschte La Vecchia Signora (die alte Dame) Pirlo alles Gute, als das Aus des 42-Jährigen bei Juve verkündet wurde. Pirlo selbst sprach auf Instagram von einem «intensiven, komplizierten, aber in jedem Fall wundervolle Jahr».

Es war eine von vielen Neubesetzungen auf der Cheftrainerposten der italienischen Erstligisten. Der Stadtrivale FC Turin präsentierte am Freitag ebenfalls seinen neuen Coach: den Kroaten Ivan Juric. Vor wenigen Tagen vollzog der Weltmeister von 2006, Gennaro Gattuso, einen Wechsel quasi über Nacht, als er beim SSC Neapel seinen Hut nehmen musste und einen Tag später bereits beim AC Florenz unter Vertrag genommen wurde.

Wer beerbt Conte bei Inter?

Spekulationen ranken sich weiter um die Nachfolge auf Meistertrainer Antonio Conte bei Inter Mailand. Conte hatte im Streit um die Sparpläne des von Finanzsorgen geplagten Vereins mit den Inter-Bossen sein einvernehmliches Vertragsende aushandelt. Die «Gazzetta dello Sport» berichtete, dass Simone Inzaghi folgen soll, der bislang Coach bei Lazio Rom war. Kurz vor der Vertragsverlängerung dort hatte der 45-Jährige jedoch nicht unterschrieben, wie die «Gazzetta dello Sport» weiter berichtete. Bei Club-Chef Claudio Lotito sorgte das demnach für Empörung.

Am Donnerstag hatte Lazio mitgeteilt, man respektiere das Umdenken eines Trainers und vornehmlich eines Spielers, der sich viele Jahre an den Verein gebunden habe. Die Biancocelesti hatten die am vergangenen Wochenende abgelaufene Saison auf Platz sechs beendet.

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