Kein neues Angebot: Halstenberg vor Abgang aus Leipzig?

21.05.2021 Nationalspieler Marcel Halstenberg könnte den Fußball-Bundesligisten RB Leipzig womöglich schon in diesem Sommer verlassen.

Kommt mit den Vertragsgesprächen mit RB Leipzig nicht voran: Nationalspieler Marcel Halstenberg. Foto: Michael Sohn/AP-Pool/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Vertragsgespräche mit dem 29-Jährigen kommen offenbar nicht voran. «Ich habe noch nichts vorliegen und hatte auch noch keinen Kontakt mit Jesse Marsch», sagte Halstenberg der «Bild». Ein erstes Angebot des Clubs an den Verteidiger war bereits vor einigen Wochen als unzureichend abgelehnt worden. Will RB mit dem bis 2022 gebundenen Halstenberg noch Geld verdienen, müsste man ihn in diesem Sommer verkaufen.

Für eine Verlängerung mit dem Schweden Emil Forsberg hatte sich der neue Trainer Jesse Marsch zuletzt persönlich stark gemacht und mit dem Mittelfeldspieler telefoniert. Dass es zu Halstenberg angeblich noch keinen Kontakt gab, kann als Zeichen verstanden werden. Somit könnte Halstenberg die anstehende EM dazu nutzen, sich bei anderen Vereinen ins Gespräch zu bringen.

Indes lässt sich RB ei der Suche nach einem neuen Sportdirektor Zeit. In diesen Tagen beginnen die Gespräche mit den Kandidaten für die Nachfolge von Markus Krösche, dessen Vertrag aufgelöst wurde und der inzwischen bei Eintracht Frankfurt angeheuert hat.

Wie der Kaufmännische Leiter Sport, Florian Scholz, in einem Interview der «Leipziger Volkszeitung», sagte, liege der Ball jetzt bei Vorstandschef Oliver Mintzlaff. Kandidaten gebe es in ausreichender Anzahl. «Wir sind sehr zuversichtlich, die passende Person zu finden.», sagte Scholz, der gemeinsam mit dem Technischen Direktor Christopher Vivell und dem Sportdirektor die sportliche Führung des sächsischen Bundesligisten bildet.

Das Anforderungsprofil für einen Sportdirektor ist in Leipzig durch die Aufgabenverteilung auf drei Personen etwas anders als in anderen Clubs. Mit Teamfähigkeit, Diskussionsbereitschaft, Expertise, dazu Verhandlungsgeschick und Berater-Netzwerk beschreibt es Scholz. «Der Sportdirektor soll vorrangig für die Spieler da sein. Sie können sich immer an ihn wenden. Dazu spielen wir alle drei Tage - der Sportdirektor ist immer dabei», sagte Vivell. «Er hat eine sehr öffentlichkeitswirksame Aufgabe, führt Interviews, ist neben dem Trainer das Gesicht des Vereins. Dann gehören natürlich auch Vertragsgespräche dazu, die immer in Kombination stattfinden.»

Vivell ist für die strategische Kaderplanung zuständig, während Scholz die Sicht des Vereins bei den Profis vertritt. «Neben Prozessen und Personalthemen gehören auch Vertragsabwicklungen und -gespräche dazu, sozusagen klassische kaufmännische Themen», sagte Scholz.

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