Der 32. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

07.05.2021 Der 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga startet mit dem Freitagsspiel VfB Stuttgart gegen FC Augsburg. Die weiteren Begegnungen im Überblick:

Der BVB bangt im Topspiel gegen Leipzig um Torjäger Erling Haaland. Foto: Friedemann Vogel/epa Pool/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Borussia Dortmund - RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der Tabellenvierte BVB ist nach zuletzt vier Siegen in Serie wieder im Champions-League-Rennen. Der Zweite aus Leipzig wäre bereits mit einem Punkt wieder für die Königsklasse qualifiziert.

STATISTIK: Dortmund ist bei vier Siegen und zwei Remis seit sechs Bundesliga-Spielen gegen Leipzig ungeschlagen.

PERSONAL: Der BVB bangt noch um Torjäger Haaland und muss auf den gesperrten Bellingham verzichten. Den Gästen fehlen Nkunku und Adams.

BESONDERES: Ein Lieblingsgegner ist der BVB für Nagelsmann wahrlich nicht: Der sonst so erfolgreiche Coach gewann nur eins seiner zehn Bundesliga-Duelle mit Dortmund. Gegen kein anderes Team hat der 33-Jährige so eine niedrige Siegquote.

TSG 1899 Hoffenheim - FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Hoffenheim kann die letzten rechnerischen Zweifel am Klassenverbleib beseitigen. Schalke steht schon als Absteiger fest.

STATISTIK: Mit dem überraschenden 4:0 im Hinspiel beendete Schalke im Januar seine Serie von 30 sieglosen Spielen. Die TSG ist seit vier Spielen ungeschlagen.

PERSONAL: Neben den Langzeitverletzten fehlen bei Hoffenheim auch Dabbur und Nordtveit. Rudy kehrt gegen seinen Ex-Club nach überstandener Oberschenkelblessur wohl zurück. Schalke fehlen bis zu zwölf Spieler.

BESONDERES: Torjäger Kramaric jagt den Hoffenheimer Clubrekord. Mit bisher 17 Saisontreffern liegt der kroatische WM-Zweite noch hinter Ibisevic, der in der ersten Bundesliga-Saison 2008/2009 in der Hinrunde 18 Mal traf, dann aber mit einem Kreuzbandriss ausfiel.

VfL Wolfsburg - 1. FC Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr/Sky)

SITUATION: Elf Punkte Vorsprung hatte der VfL Wolfsburg im Rennen um die Champions-League-Plätze noch vor kurzem. Jetzt sind es nur noch zwei. Gegen den Europa-League-Kandidaten Union muss ein Sieg her.

PERSONAL: Der Ex-Wolfsburger Kruse ist bei den Berlinern angeschlagen. Sollte er fehlen, wäre er bereits der sechste Ausfall im Offensivbereich des Tabellenachten.

STATISTIK: Ein Sieg und zwei Unentschieden - Wolfsburg ist in der Bundesliga gegen Union bislang noch ungeschlagen

BESONDERES: Knoche spielte bereits in der Jugend für den VfL. Am Samstag läuft der Abwehrspieler zum ersten Mal als Gegner in der Volkswagen Arena auf.

Werder Bremen - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr/Sky)

SITUATION: Die Situation in Bremen wird immer prekärer. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch einen Punkt. Nach sieben Liga-Niederlagen in Serie muss ein Sieg her. Bayer will Platz sechs und damit das Ticket für die Europa League verteidigen.

PERSONAL: Werder muss wohl bis zum Saisonende auf Toprak verzichten. Der Ausfall des Abwehrchefs wiegt schwer. Leverkusen hofft auf den Einsatz von Sven Bender. Alario fällt für den Rest der Saison aus.

STATISTIK: Sieben Liga-Niederlagen in Serie - das schaffte in dieser Saison nicht einmal der FC Schalke 04. Nur Bielefeld blieb in der Hinrunde wie Werder jetzt ebenfalls sieben Mal nacheinander ohne Sieg.

BESONDERES: Leverkusens Trainer Wolf hat in der Bundesliga noch kein Auswärtsspiel gewonnen. Weder mit Stuttgart noch mit Leverkusen reichte es bislang zu einem Dreier in der Fremde.

FC Bayern München - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Die Bayern wollen im eigenen Stadion den neunten Meistertitel nacheinander bejubeln. Die Gladbacher brauchen jeden Punkt im Kampf um einen Europapokalplatz.

STATISTIK: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski setzt seine Jagd auf den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller fort. Der Pole steht bei 36 Treffern.

PERSONAL: Angreifer Choupo-Moting (Rückenprobleme) fällt bei Bayern aus. Kapitän Stindl steht bei den Gladbachern nach einem Muskelfaserriss wieder zur Verfügung.

BESONDERES: Die Bayern können ihren 30. Meistertitel zu Bundesliga-Zeiten perfekt machen. Damit ginge mehr als die Hälfte der 58 Meistertitel seit der Bundesliga-Gründung 1963 an die Münchner.

1. FC Köln - SC Freiburg (Sonntag, 13.30 Uhr)

SITUATION: Der FC ist trotz zuletzt zwei Siegen immer noch Vorletzter, hat aber nur einen Punkt Rückstand auf Rang 14. Freiburg hat als Neunter noch geringe Chancen auf den Europacup.

STATISTIK: Von den letzten drei Heimspielen gewann Köln eines mit 3:0 und eines mit 4:0. Bei dem dazwischen führten sie mit 3:0 - und verloren noch mit 3:4.

PERSONAL: Bei beiden Teams sind Stand Freitag alle Spieler einsatzbereit. Beim FC sind jedoch einige angeschlagen, Andersson ist zumindest fraglich.

BESONDERES: Auswärts bei Abstiegskandidaten tun sich die Freiburger in dieser Saison schwer. Aus den fünf Spielen in Augsburg, Mainz, Bremen, Bielefeld und bei der Hertha holten sie nur zwei Punkte. Auf Schalke gewannen allerdings auch die Breisgauer.

Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Eintracht würde mit einem Sieg auf jeden Fall vor Borussia Dortmund bleiben, die mit einem Punkt weniger auf Tabellenrang fünf liegt. Mainz könnte mit einem Erfolg am Main die Aufholjagd krönen und den Klassenerhalt perfekt machen.

STATISTIK: Mainz blieb zuletzt in acht Spielen ungeschlagen und holte mit Trainer Svensson 29 Punkte in 17 Partien. Die Eintracht verlor kein Heimspiel in dieser Saison (9 Siege/6 Remis).

PERSONAL: Bei Frankfurt fehlt der gesperrte N'Dicka, für den Hinteregger links verteidigt, während Hasebe ins Abwehrzentrum rückt. Younes dürfte wieder in die Startelf rücken. Bei Mainz fehlt Bell (Gelb-Sperre). Für ihn könnte Hack in der Anfangsformation stehen.

BESONDERES: Eintracht-Trainer Hütter steht zum 100. Mal in einem Bundesligaspiel der Frankfurt an der Seitenlinie. Mit 43 Siegen, 26 Unentschieden und 30 Niederlagen hat der Österreicher den besten Punkteschnitt eines Eintracht-Coaches seit mehr als 25 Jahren.

Hertha BSC - Arminia Bielefeld (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Hertha ist durch vier Punkte aus den ersten beiden Nachholspielen nach der Quarantäne von Platz 17 auf 14 hochgeschnellt, punktgleich mit dem 16. Bielefeld. Der Sieger kann im Abstiegskampf am Sonntag ein bisschen durchatmen.

STATISTIK: Das 1:0 der Arminia im Januar brachte Herthas Ex-Trainer Labbadia richtig in Bedrängnis. Im Olympiastadion gab es für Bielefeld aber schon lange nichts mehr zu holen. Der letzte von überhaupt nur zwei Siegen (2:1) datiert aus dem Oktober 1978.

PERSONAL: Rotiert Hertha-Trainer Dardai wieder gleich neun Spieler aus seiner Startelf? Fehlen wird in jedem Fall Guendouzi wegen seiner Fußverletzung, fraglich ist der angeschlagene Khedira. Bei Bielefeld fehlt niemand.

BESONDERES: Für zwei Arnes ist es ein besonderes Spiel. Bielefelds Hertha-Leihgabe Arne Maier will sicherlich, dass die Arminia und die Berliner in der Bundesliga bleiben. Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich - ein Ostwestfale - spielte einst für Bielefeld.

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