Der Hype um Bitcoin: Mehr als nur eine Wertanlage?

16.09.2021 Rückblickend auf die vergangenen Monate kann man deutlich sehen, welchen Stellenwert der Bitcoin inzwischen erlangt hat. Das Interesse der Anleger wurde vor allem durch sagenhaften Kursrallys geweckt.

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Bis zu diesem Zeitpunkt wussten die Investoren den Anlagewert, den der Bitcoin besitzt, ohnehin schon sehr zu schätzen, allerdings war nicht wirklich vielen Menschen klar, dass der Bitcoin auch vielseitig als Zahlungsmittel eingesetzt werden kann. Viele Branchen haben sich bereits für die digitalen Coins geöffnet, so gibt es inzwischen schon eine ganze Reihe von Bitcoin Casinos, die sich überaus großer Beliebtheit erfreuen. Diese haben durch die Kryptos den Vorteil, dass Ein- und Auszahlungen viel schneller vonstatten gehen als dies mit den herkömmlichen Bezahlmethoden der Fall ist.

Der Bitcoin: Die Kryptowährung mit einer sensationellen Entwicklung

Die wohl bekannteste Kryptowährung ist noch immer der Bitcoin, was wohl hauptsächlich darin begründet liegt, dass der Bitcoin die erste Kryptowährung auf dem Markt war, zum anderen aber auch, weil der Bitcoin die Kryptowährung mit der höchsten Marktkapitalisierung ist.

Wenn man sich dann noch die sensationelle Kursrally in den vergangenen Monaten anschaut, verwundert es kaum noch, dass der Bitcoin in aller Munde ist. Auch der IPO von Coinbase zeigt, dass die Kryptowährungen weiterhin boomen werden, was in der gesamten Branche durch einen merklichen Aufschwung deutlich wurde.

Wie unglaublich die Geschichte des Bitcoins tatsächlich ist, zeigt vor allem ein Rückblick. In seinem Premierenjahr 2009 hatte der Bitcoin zunächst überhaupt keinen Wert. Später dann erreichte er die Marke von 20.000 Dollar. Doch das war bei Weitem noch nicht das Ende, denn dann stieg der Kurs unaufhörlich weiter an. Schon im Jahr 2020 konnte der Bitcoin so seinen Werten verdreifachen. Der nächste Boom stand an und dem Bitcoin gelang es dann sogar, die magische Marke von 50.000 Dollar zu knacken.

Nicht nur eine Anlage, sondern auch Zahlungsmittel

Zwar ist es nicht möglich, die zukünftige Entwicklung des Bitcoins 100-prozentig vorauszusagen, aber es gibt sehr viele Anzeichen, die zur Annahme berechtigen, dass hier eine große Entwicklung erwartet werden darf.

Schon allein aufgrund der Tatsache, dass der Finanzdienstleister PayPal den Bitcoin akzeptieren will, zeigt deutlich die steigende Akzeptanz hinsichtlich dessen, den Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. PayPal signalisiert zudem auch, weitere Kryptowährungen wie den Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin in der Zukunft zu akzeptieren.

Viele Analysten und Experten gehen aufgrund der Unterstützung von PayPal davon aus, dass hier noch gewaltige Entwicklungen zu erwarten sind. Fakt ist, dass PayPal hier eine sehr entscheidende und wichtige Rolle übernommen hat, denn nun fungiert der Dienstleister als Vermittler zwischen dem Bitcoin und dem Nutzer.

In Zahlen bedeutet das für die Analysten, dass es durchaus möglich ist, dass der Wert des Bitcoins bis zum Ende dieses Jahres auf 70.000 bis 150.000 Dollar steigen könnte. Noch sehr viel optimistischer sieht das sogar noch die US-Großbank Citigroup. Hier wird angenommen, dass der Bitcoin sogar einen Wert von 318.000 Dollar erreichen wird.

Doch nicht nur die Entwicklungen der vergangenen Monate sorgen für diese enormen Annahmen einer Kurssteigerung, sondern hierfür wird auch die Geschichte des Bitcoins mitverantwortlich gemacht. Als Satoshi Nakamoto den Bitcoin erschuf, begrenzte er die Zahl der Bitcoins, die sich jemals auf dem Markt befinden, gleich zu Beginn auf 21 Millionen. Die Intention zur Entwicklung der Kryptowährung war für Nakamoto, endlich eine Währung zu erschaffen, die zum einen inflationssicher und zum anderen dezentral ist.

Er wollte auf jeden Fall vermeiden, dass Banken und Regierungen, wie das bei zentralen Netzwerken üblich ist, Einfluss auf den Bitcoin nehmen könnten. Beide Ziele konnte er problemlos erreichen. Damit verfügte der Bitcoin über zwei absolute Alleinstellungsmerkmale, die inzwischen aber auch einige andere Kryptowährungen bieten können. Fiat Währungen dagegen haben hier keine Chance.

Großinvestoren zeigen starkes Interesse am Bitcoin

Wie wichtig und interessant der Bitcoin inzwischen geworden ist, zeigt auch das große Interesse der Großinvestoren. Immer mehr Unternehmen beteiligen sich inzwischen an dem Bitcoin. Statistiken zeigen sehr klar und deutlich, dass für den enormen Aufschwung des Bitcoins vor allem die Großinvestoren gesorgt haben.

Wer besonders hohe Bitcoin Konten hält, wird als Wal bezeichnet. Zum jetzigen Zeitpunkt sollen über 2200 Großdepots existieren. Jedes dieser Konten verwaltet mindestens 1000 Bitcoins. Das ist ein Anstieg von 37 Prozent zum Jahr 2018.

Ein weiterer deutlich Faktor ist aber auch der Anstieg des Handelsvolumens mit Bitcoin-Terminkontrakten an der amerikanischen Börse. Ein deutlicher Beweis dafür, dass die Nachfrage institutioneller Anleger weiterhin stetig wächst.

Ausschlaggebend für diese gewaltige Entwicklung sind nach Aussagen von Experten, insbesondere die Profi-Investoren. Ein entscheidender Faktor, der zu dieser Entwicklung maßgeblich beigetragen hat, ist die Niedrigzinspolitik. Diese Entwicklung hat nicht nur zu einer sehr hohen Bewertung der Aktienmärkte geführt, sondern auch dafür gesorgt, dass der Bitcoin in den Augen der Anleger eine sehr gute Alternative darstellt.

Für Schlagzeilen der besonderen Art hat in jeder Hinsicht der Großinvestor Elon Musk gesorgt. Zunächst hat der Tesla-Chef 1,5 Milliarden in den Bitcoin investiert und damit für einen enormen Boom gesorgt. Dann wurde angekündigt, dass der Bitcoin zukünftig als Zahlungsmittel akzeptiert würde. Kurz darauf hatte Elon Musk dann aber schwere Bedenken hinsichtlich der Umweltbilanz bei der Schaffung der Bitcoins geäußert. Der Bitcoin Kurs reagierte dadurch sofort mit einem Kurseinbruch. Inzwischen überlegt man sich hier, ob es dennoch möglich ist, dem Bitcoin wieder wohlgesonnen gegenüberzustehen. Fakt ist aber, dass Musk mit allen seinen Tweets für viel Bewegung am Bitcoin Markt sorgt und sich der Kurs auch trotz negativer Tweets langsam erholt.

Die großen Unterstützer des Bitcoins

Es gibt zudem eine ganze Menge weiterer großer Unternehmen, die bereits in den Bitcoin investiert haben. Damit setzen sie automatisch eine deutliche Signalwirkung. Zudem zieht inzwischen auch die Großbank eine Investition in den Bitcoin in Betracht. Darüber hinaus will auch MasterCard künftig innerhalb des eigenen Netzwerkes den Bitcoin als Zahlungsmittel zulassen.

In diesem Zusammenhang spielt aber die Investmentgesellschaft Blackrock eine sehr wichtige Rolle. Hierbei handelt es zum einen um die weltweit größte Investmentgesellschaft und zum anderen um den absoluten Fond-Giganten. Auch Blackrock zählt zu den besonders großen Unterstützern des Bitcoins, denn im Januar wurden bereits die ersten beiden Fonds für Bitcoin-Investments geöffnet.

Der Bitcoin als Zahlungsmittel

Niemand ist derzeit in der Lage, eine verlässliche Aussage hinsichtlich der Zukunft bezüglich des Bitcoins als Zahlungsmittel zu tätigen. Doch Holland, bzw. die holländische Stadt Arnheim, scheint hier eine absolute Vorreiterrolle zu übernehmen. Diese Stadt wird auch Bitcoin City genannt. Der Grund ist einfach erklärt. In Arnheim akzeptieren bereits heute über 100 Geschäfte den Bitcoin als Zahlungsmittel. Damit setzt Bitcoin City ein klares Zeichen, auch wenn Deutschland diesbezüglich noch deutlich hinterherhinkt.

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