Corona-Situation spitzt sich zu: Mehr Intensivbetten belegt

02.11.2021 Thüringen verzeichnet weiter die bundesweit höchste Corona-Inzidenz. Die Gesundheitsämter müssen wieder Hilfe in Anspruch nehmen. Derweil drohen etlichen Thüringern wieder mehr Einschränkungen.

Eine Pflegekraft steht auf einer Intensivstation in einem Zimmer und bedient eine Herz-Lungen-Maschine. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Corona-Lage in Thüringen spitzt sich sowohl in den Krankenhäusern als auch in den Gesundheitsämtern weiter zu. Der Anteil der Corona-Patienten an den betreibbaren Intensivbetten überstieg am Dienstag erstmals die kritische Marke von 12,0 Prozent, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Bleibt der Wert drei Tage darüber, könnten etliche weitere Kommunen in die Warnstufe drei rutschen.

Das beträfe Städte und Landkreise, in denen auch die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 200 liegt. Derzeit droht das etwa den Landkreisen Greiz, Sonneberg, Weimarer Land, dem Saale-Orla-Kreis, dem Saale-Holzland-Kreis sowie den Städten Erfurt und Weimar. Mit Erreichen der Warnstufe drei sind Kommunen angehalten, schärfere Corona-Regeln zu erlassen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz verharrte am Dienstag auf ihrem hohen Niveau und lag bei 306,5 - damit war Thüringen weiterhin das am stärksten betroffene Bundesland. Mehrere Landkreise wie Sonneberg, der Ilm-Kreis oder der Unstrut-Hainich-Kreis lagen über der Marke von 400 wöchentlichen Neuinfektionen je 100 000 Einwohner.

Im Saale-Holzland-Kreis sowie in Jena hilft bereits die Bundeswehr bei der Kontaktverfolgung aus. Sonneberg und das Altenburger Land werden demnächst folgen, wie ein Sprecher des Landeseinsatzkommandos mitteilte. Zuvor hatte die «Thüringer Allgemeine» berichtet. Man sei aber noch weit von den Hochzeiten der Pandemie entfernt, als mehrere hundert Soldaten in den Thüringer Gesundheitsämtern aushalfen.

In manchen davon hatte sich die Überlastung in den vergangenen Wochen bereits angedeutet. Jena und Erfurt hatten bereits berichtet, nicht mehr bei der Kontaktverfolgung nachzukommen. Auch eine Sprecherin des Saale-Holzland-Kreises sagte am Dienstag, dass seit Ende Oktober Betroffene selbst ihre Kontaktpersonen informieren sollen. Das Gesundheitsamt komme trotz aufgestockten Personals nicht mehr hinterher. Man sei froh, dass nun die Bundeswehr helfe. Ein Ende sei noch nicht abzusehen. «Wir werden bestimmt Verlängerung beantragen.»

Insbesondere das Infektionsgeschehen an Schulen und Kindergärten hätte viele Kräfte gebündelt, sagte sie weiter. Im Altenburger Land, wo bald auch Soldaten mithelfen wollen, machte eine Sprecherin auf eine weitere Mehrbelastung aufmerksam: Da sich Betroffene nun aus der Quarantäne frei testen könnten, falle noch ein Arbeitsschritt mehr an als im vergangenen Jahr. Eine infizierte Person bringe zudem etwa zehn bis 15 Kontaktpersonen mit, die alle angerufen werden müssten.

Der Landkreis Eichsfeld erreichte bereits am Dienstag die Warnstufe drei. Dort hatte auch die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der wöchentlichen Krankenhauseinweisungen je 100 000 Einwohner, drei Tage in Folge bei über 12,0 gelegen. Neben der Intensivbettenbelegung ist das eine weitere kritische regionale Marke für das Auslösen von Warnstufen.

© dpa-infocom GmbH

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