Trotz Lockerungen kommt Tourismus nur langsam in Gang

08.10.2021 Weniger Corona-Einschränkungen haben im Juli für deutlich mehr Touristen in Thüringen gesorgt - das Niveau vor der Pandemie wurde aber nicht erreicht. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes von Freitag hervor. Danach stiegen die Gästeankünfte im Juli um 16,9 Prozent und die der Übernachtungen um 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mit rund 374 000 Gästen, die eine Million Übernachtungen buchten, wurden die Zahlen von Juli 2019 um 5,6 beziehungsweise 9,7 Prozent unterschritten.

Passagiere warten am Bahnhof auf ihren Zug. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Profitieren konnte vor allem der Städtetourismus - besonders Erfurt mit der Bundesgartenschau verzeichnete im Juli fast doppelt so viele Übernachtungen wir im Vorjahresmonat.

Nach den ersten sieben Monaten ist die Tourismusbilanz im Freistaat jedoch weiterhin negativ. Die Zahl der Gäste sank im Jahresvergleich um 34,2 Prozent auf rund 795 000. Bei Übernachtungen betrug das Minus 23,7 Prozent auf 2,6 Millionen. Besucher blieben im Schnitt 3,3 Tage nach 2,8 Tagen im Vorjahreszeitraum.

Mit dem Vergleich zu den ersten sieben Monaten 2019 würden die coronabedingten Verluste für den Tourismus noch deutlicher, so das Landesamt. Bei der Gästezahl läge der Wert 64,6 Prozent niedriger, bei den Übernachtungen um 54,8 Prozent.

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