Ramelow: Opel-Mutterkonzern nutzt Steuerzahler aus

01.10.2021 Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat nach dem angekündigten Produktionsstopp im Eisenacher Opelwerk dem Mutterkonzern Stellantis vorgeworfen, seine Probleme auf Kosten der Steuerzahler zu regeln. «Es geht darum, ob das Kurzarbeitergeld mit einkalkuliert wird, für die eigene Gesamtproduktivitäts-Rechnung», sagte Ramelow am Freitag dem Nachrichtenradio MDR Aktuell. Wenn der Weltkonzern meine, gut durch die Krise gekommen zu sein, dann wäre das ein «bitteres Entlasten des eigenen Versagens auf dem Rücken der Steuerzahler».

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Opel-Sprecher sagte auf Anfrage, dass sich das Unternehmen nicht zu der Kritik von Ramelow äußere. Der Autobauer Opel hatte angekündigt, sein Werk in Eisenach wegen Lieferengpässen bei wichtigen Bauteilen von kommender Woche an vorerst bis zum Jahresende zu schließen. Für die Beschäftigten ist laut Unternehmen Kurzarbeit vorgesehen. Hintergrund ist der weltweite Mangel an Halbleitern. Von dem Produktionsstopp in Eisenach sind rund 1300 Mitarbeiter betroffen.

Ramelow forderte, über Produktionsverlagerungen nachzudenken. Wie bei der Masken-Herstellung müssten auch Chip-Fabriken wieder in Deutschland und Europa gebaut werden.

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