Weitere Warnstreiks im Einzelhandel: Schwerpunkt Möbelhäuser

21.09.2021 Am 4. Oktober gehen die Verhandlungen über einen Tarifvertrag im Einzelhandel weiter. Bis dahin will die Gewerkschaft Verdi mit Warnstreiks weiter Nadelstiche setzen.

Beschäftigte des Einzelhandels streiken vor den Eingang des Einrichtungshauses Ikea. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit einem Schwerpunkt auf Möbelhäuser hat die Gewerkschaft Verdi am Dienstag die Warnstreiks im Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fortgesetzt. In Dresden, Erfurt und Magdeburg kamen gut 180 Beschäftigte vor allem von Ikea-Niederlassungen zu Kundgebungen zusammen, wie Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago sagte. Er zeigte sich mit der Beteiligung zufrieden.

Nach Magdeburg reisten nach seinen Angaben auch Mitarbeiter von Edeka aus Haldensleben und Schönebeck. Diese sind die ganze Woche zu einem Warnstreik aufgerufen. Mit dem Ausstand soll der Druck auf die Arbeitgeber in der Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel erhöht werden.

Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern waren am 13. September unterbrochen worden und sollen am 4. Oktober fortgesetzt werden. Verdi verlangt für die rund 280.000 Beschäftigten in den drei Ländern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Zudem fordert die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Die Arbeitgeber bieten einen Drei-Jahresabschluss und für das erste Jahr nach zwei Nullmonaten 2 Prozent, für das zweite Jahr 1,4 Prozent und für das dritte Jahr 2 Prozent. Für Unternehmen, die von der Pandemie besonders betroffen waren, sollen die Erhöhungen zehn beziehungsweise sechs Monate später gezahlt werden. Dies lehnt die Gewerkschaft ab - und sieht es als größten Konfliktpunkt.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News