Abschluss des Kunstfests Weimar 2021 mit Theater und Debatte

11.09.2021 Nach rund 200 Veranstaltungen blickt der künstlerische Leiter Rolf C. Hemke am letzten Wochenende zufrieden auf den Ablauf des diesjährigen Kunstfests Weimar. Schaue man sich die Rückmeldungen in der Presse und die der Zuschauer an, könne man durchaus von einem vollen Erfolg sprechen, sagte Hemke der Deutschen Presse-Agentur. Die Aufführungen im Rahmen der zum Auftakt uraufgeführten 17-teiligen Theater-Serie zum Münchner NSU-Prozess etwa sei durchgehend «sehr gut besucht bis komplett voll» gewesen.

Künstler des Deutschen Nationaltheaters präsentieren das Projekt "And when we change...". Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Kunstfest Weimar war Ende August eröffnet worden. Im Rahmen des Festivals fanden seitdem mehr als 200 Veranstaltungen - Konzerte, Lesungen, Musiktheater, Schauspiel, Installationen - statt. Darunter laut Hemke rund 23 Ur- und Erstaufführungen. Zum Endspurt sind unter anderem eine Abschlussdebatte zur NSU-Prozess-Serie in Jena angedacht, sowie Theateraufführungen in Apolda und Erfurt.

Hemke ging insgesamt für das Festival von einem ähnlichen Ticketverkauf wie im Vorjahr aus. Die Bedingungen seien schließlich auch in diesem Jahr die gleichen gewesen - coronabedingt habe man gerade einmal 25 Prozent der Besuchskapazitäten nutzen können. Neben den Pandemie-Einschränkungen stellten laut Hemke in diesem Jahr zwischenzeitig auch der Bahnstreik und das Wetter eine Herausforderung dar. Regen hatte dem Kunstfest Weimar nicht nur einmal zu schaffen gemacht. «Mehrere Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben werden.»

Man hoffe nun, dass das Festival im kommenden Jahr wieder bei voller Zuschauerkapazität stattfinden könne. Das Programm für das vom 24. August 2022 bis zum 10. September 2022 angedachte Kunstfest Weimar müsse dann allerdings wieder schlanker werden. «Die Jahre 2020 und 2021 waren wirklich in vielerlei Hinsicht sehr spezielle Corona-Programme», sagte Hemke. Mehr als 200 Veranstaltungen in fast 50 verschiedenen Spielstätten seien in der Regel nicht denkbar.

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