Weiterhin Corona-Selbsttests möglich: Neue Verordnung

24.08.2021 Tests werden mit steigenden Corona-Infektionszahlen wieder wichtiger. Das geht aus der neuen Thüringer Corona-Verordnung hervor, die seit Dienstag gilt. Doch welche Tests werden künftig anerkannt?

Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes hält einen Corona-Schnelltest in der Hand. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Thüringer müssen sich mit steigenden Infektionszahlen wieder auf mehr Corona-Tests einstellen. Neben den Tests bei Ärzten, in Apotheken oder in Testzentren, für die es Bescheinigungen gibt, sind nach Angaben einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums auch Selbsttest möglich. «Sie sind nicht ausgeschlossen, aber an Regeln gebunden.»

Seit diesem Dienstag gilt die neue Corona-Verordnung des Landes, die unter anderem ein Frühwarnsystem mit verschiedenen Stufen beinhaltet, bei denen es zu regionalen Einschränkungen und auch Testpflichten kommt.

Danach sind Tests für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, bereits ab der ersten Warnstufe gelb in einigen Bereichen vorgesehen. Das gelte beispielsweise für geschlossene Räume in der Gastronomie, in Fitnessstudios Hotels oder bei Veranstaltungen, erklärte die Sprecherin.

Einlass sei auch mit Selbsttests möglich - wenn der Veranstalter das erlaube und in der Lage sei, jemanden abzustellen, der bei den Selbsttests dabei sei. «Die Selbsttests müssen beaufsichtigt werden und sie gelten nur an dem Ort, an dem sie gemacht wurden», sagte die Ministeriumssprecherin. Und: «Es besteht die Möglichkeit, aber es gibt kein Recht, auf Selbsttests zu bestehen, wenn die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind.» Das gelte wahrscheinlich für die meisten Großveranstaltungen.

Tests seien weiterhin obligatorisch bei körpernahen Dienstleistungen, bei denen keine Maske getragen werden könne, sowie für die Besucher von Alten- und Pflegeheimen. Neu seien sie für Präsenzveranstaltungen an den Hochschulen.

Thüringen setzt bei der neuen Verordnung, die bis 21. September gilt, auf ein System mit drei Warnstufen, das sich bei regionalen Einschränkungen nicht allein an der Sieben-Tage-Inzidenz orientiert. Entscheidend ist laut Ministerium neben der Inzidenz die Zahl der Krankenhauseinweisungen in einer Region sowie die thüringenweite Auslastung der Intensivstationen. Die erste Stufe gelb gilt bei Inzidenzwerten von 35 bis knapp unter 100 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

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