Deutsche Bahn zeigt sich am zweiten Tag des Streiks gelassen

24.08.2021 Wie schon am Montag bleibt das Bahn-Chaos auch am zweiten Streiktag aus. Ein Großteil der Züge ist dennoch ausgefallen und das vor allem im Nahverkehr im Osten Deutschlands.

Der Dresdner Hauptbahnhof ist fast menschenleer. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am zweiten Tag des bundesweiten Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist laut Deutscher Bahn «alles ruhig». Der Ersatzfahrplan sei am Dienstag «stabil angelaufen», sagte eine Bahnsprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Bundesweit fahre im Fernverkehr derzeit etwa jeder dritte Zug. Im Nahverkehr seien es im Schnitt sogar ungefähr 40 Prozent. Viel stärker betroffen sind den Angaben zufolge weiterhin die Bundesländer im Osten Deutschlands. So fahren in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen demnach nur rund 15 Prozent der Züge im Nahverkehr.

Der Osten ist von den Streiks der Lokführer in der Regel stärker betroffen. Die GDL ist dort traditionell schlagkräftiger, weil im Westen ein Teil der Mitglieder noch Beamte aus Bundesbahn-Zeiten sind und deshalb nicht streiken dürfen. Die Gewerkschaft hatte angekündigt, den Personenverkehr bis Mittwochmorgen zu bestreiken.

Laut Bahnsprecherin hätten sich die Fahrgäste gut auf den Streik eingestellt. Dabei habe der längere zeitliche Vorlauf vor Streikbeginn geholfen. Die Sprecherin rief die Bahnreisenden auf, sich auf der Internetseite bahn.de über ihre Verbindungen zu informieren und mehr Zeit für ihre Reise einzuplanen.

Auf den Autobahnen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen machte sich der Lokführerstreik nach Behörden-Angaben so gut wie gar nicht bemerkbar. Der Verkehr laufe wie immer, nur in Baustellen oder infolge von Unfällen komme es zu Staus, hieß es etwa vom Verkehrswarndienst Sachsen. An den Airports Leipzig/Halle und Dresden waren nach eigenen Angaben vor allem die ankommenden Fluggäste vom Ausstand betroffen. «Sie mussten in Dresden und Leipzig/Halle auf alternative Angebote des Nahverkehrs oder auf Taxis zurückgreifen», sagte ein Flughafensprecher.

In dem Tarifstreit geht es unter anderem um mehr Geld für die Beschäftigten. Über die Höhe der künftigen Löhne und Gehälter sind sich beide Seiten einig: 3,2 Prozent mehr soll es geben. Aber über den Zeitpunkt der Auszahlung besteht Uneinigkeit. Offen sind außerdem Fragen zur Betriebsrente, die Höhe einer möglichen Corona-Prämie für die Beschäftigten sowie der Einflussbereich der GDL.

Mit Blick auf das Ende des Streiks am Mittwoch laufen nach Bahn-Angaben bereits Vorbereitungen, den Zugbetrieb bald wieder hochzufahren. Heute schon werde Personal so verteilt, dass es zum Betriebsstart am frühen Morgen keine längeren Verzögerungen geben soll, so die Sprecherin.

© dpa-infocom GmbH

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