Partner und sich mit Messer verletzt: Frau in Psychiatrie

10.08.2021 Nach einem lebensgefährlichen Messerangriff auf ihren Lebensgefährten in Kranichfeld (Weimarer Land) muss die 29-jährige Tatverdächtige vorerst in eine psychiatrische Klinik. Das hat der Ermittlungsrichter auf einen entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft Erfurt entschieden, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die Frau hatte sich auch selbst lebensgefährliche Schnittverletzungen am Hals zugefügt. Gegen sie laufen Ermittlungen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es bestehe dringender Tatverdacht, außerdem gebe es Hinweise darauf, dass die Frau psychisch erkrankt sei, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft zu der Unterbringung in dem psychiatrischen Krankenhaus. Nun müsse geprüft werden, ob die Frau gegebenenfalls schuldunfähig ist. Das habe Einfluss darauf, ob es zu einer Anklage oder einem Sicherungsverfahren kommt, an dessen Ende ein weiterer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik stehen könnte. Bis zum Ende des Verfahrens gelte aber die Unschuldsvermutung, betonte sie.

Zu dem Angriff soll es in der gemeinsamen Wohnung des Paares gekommen sein. Der verletzte 32-jährige Mann soll noch an ein Fenster gerannt und um Hilfe gerufen haben, während die Frau weiter versucht habe, auf ihn einzustechen. Menschen außerhalb des Wohnhauses halfen den Angaben zufolge dem Mann, aus dem Fenster zu entkommen. Beide kamen ins Krankenhaus, ihr Zustand ist inzwischen stabil.

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