344 Smartphones und 59 Tablets für die Saalfelder Polizei

28.07.2021 In Saalfeld sollen Polizisten den Einsatz von Smartphones und Tablets testen, um nicht immer auf die Dienststelle zurückfahren zu müssen, wenn Daten erfasst werden sollen. Die Digitalisierung der Polizeiarbeit soll vor allem mehr Effizienz bringen.

Georg Maier (SPD), Innenminister von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit einem Pilotprojekt für digitales Arbeiten im Polizeialltag will die Thüringer Polizei mehr Effizienz und Flexibilität erreichen. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) startete das Projekt am Mittwoch in Saalfeld offiziell, wie sein Ministerium mitteilte. Die Polizeiinspektion Saalfeld erhielt dafür 344 Smartphones und 59 Tablets. Sie sollen im Einsatz- und Streifendienst sowie im Ermittlungsdienst und der Kriminalpolizeiinspektion getestet werden.

Ziel ist es, dass die Polizisten bestimmte Arbeiten gleich beim Einsatz vor Ort oder in ihrem Streifenwagen erledigen können und die Daten direkt in das Datenerfassungssystem der Polizei gespeist werden. Die Arbeit der Polizisten werde flexibler und zeitgemäßer, erklärte Maier. Es habe hohe Anforderungen an den Datenschutz und die IT-Sicherheit gegeben, nun sei man aber auf dem «besten Weg, der Thüringer Polizei bald ein unverzichtbares mobiles Einsatzmittel zur Verfügung» zu stellen.

Nach Angaben seines Ministeriums gibt es vier wichtige Apps, die die Polizisten unterwegs nutzen können. Eine solle die Datenerfassung direkt am Einsatzort und die Übertragung an die Dienststelle ermöglichen. Eine weitere dient vor allem der Recherche - über sie können Personen- oder Fahrzeugdaten abgefragt werden. Eine dritte App soll hoch aufgelöste Fotos erstellen und ins Polizeinetz übertragen können. Außerdem gibt es eine Anwendung für eine «geschlossene, sichere Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander» - also ein Messenger-Dienst.

Maier arbeitet schon seit Jahren an der Digitalisierung der Thüringer Polizei. Allerdings hatten sich etliche Vorhaben zuletzt stark verzögert. Der AfD-Landtagsabgeordnete Ringo Mühlmann sprach von einem «politischen Rohrkrepierer».

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