Corona: Über 6,7 Millionen Euro für Thüringer Studierende

26.07.2021 Weggebrochene Nebenjobs, etwa in der Gastronomie, haben etliche Studierende in der Corona-Krise in Not gebracht. Für sie gibt es zwar Hilfstöpfe - aber die können längst nicht alle in Anspruch nehmen.

Studentinnen lernen in einer Universitätsbibliothek. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Thüringer Studierende haben bislang über 6,7 Millionen Euro an Corona-Hilfen von Bund und Freistaat erhalten. Der Großteil davon beläuft sich auf Überbrückungshilfen des Bundes, die nicht zurückgezahlt werden müssen, wie aus Zahlen des Studierendenwerks Thüringen mit Stand Mitte Juli hervorgeht. Aber auch Freistaat und Hochschulen greifen Studierenden, die durch die Corona-Krise finanziell in Not geraten sind, unter die Arme - hier muss das Geld aber teilweise wieder zurückgezahlt werden.

Rund 13.500 Thüringer Studierende haben bislang Überbrückungshilfen des Bundes von bis zu 500 Euro erhalten. Insgesamt wurden so über 6 Millionen Euro ausgezahlt. Dieses Geld stammt aus einem Topf des Bundesforschungsministeriums, der mit 100 Millionen Euro gefüllt ist. Es muss nicht zurückgezahlt werden. 3000 weitere Anträge wurden abgelehnt. Das Programm läuft noch bis Ende September.

Überbrückungshilfen kann nur erhalten, wer weniger als 500 Euro auf dem Konto hat. Für den Höchstsatz von 500 Euro müssen Studierende weniger als 100 Euro auf dem Konto haben. Diese Grenzen waren in der Vergangenheit von Studierendenvertretern immer wieder kritisiert worden.

In Thüringen können obendrein Corona-Finanzhilfen bis zu 800 Euro beantragt werden. Dieses Geld stammt zur Hälfte vom Freistaat und muss nicht zurückgezahlt werden - die andere Hälfte stellen die Hochschulen als Darlehen zur Verfügung. Bislang seien 380 von 830 Anträgen bewilligt worden. Von den rund 700.000 Euro, die zur Verfügung stehen, wurden bislang rund 300.000 ausgezahlt. Hier dürfen die eigenen finanziellen Mittel die Summe der beantragten Hilfen nicht übersteigen. Sprich: Wer über 800 Euro auf dem Konto hat, hat keine Chance auf Unterstützung.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News