Ramelow in Mödlareuth: «Teilung darf sich nie wiederholen»

15.07.2021 Anlässlich des bevorstehenden 60. Jahrestags des Mauerbaus hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) das ehemals geteilte Dorf Mödlareuth an der Grenze zu Bayern besucht. Nach einer Wanderung durch das ehemalige Grenzgebiet wollte Ramelow am Donnerstag auch noch mit einer Zeitzeugin und Schülern zusammenkommen, wie die Thüringer Staatskanzlei mitteilte. «Die Teilung eines gesamten Dorfes, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse und Verbindungen der Menschen vor Ort, können wir uns heutzutage gar nicht mehr vorstellen», sagte Ramelow. Dies dürfe sich nie wiederholen.

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, steht an einem Schild mit der Aufschrift «Achtung! Bachmitte Grenze» an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei der Wanderung nahm neben Ramelow auch der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU) teil. Dabei ging es auch um die Erweiterung und Modernisierung des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth. Die Arbeiten sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein und rund 14,2 Millionen Euro kosten. Der Bund und der Freistaat Bayern tragen mit je 5,6 Millionen Euro den größten Anteil, den Rest übernehmen der Freistaat Thüringen und der Zweckverband Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth.

Mödlareuth mit etwa 50 Einwohnern ist als «Little Berlin» in die Geschichte eingegangen. Die Grenze verlief direkt durch das kleine Dorf - zwischen Bayern und Thüringen, zwischen BRD und DDR. Auf 100 Metern ist die mehr als drei Meter hohe Mauer samt Stacheldraht und Selbstschussanlagen als Teil des Deutsch-Deutschen Museums im Ort stehengeblieben. Zum Museum gehören außerdem mehrere Ausstellungsräume, zwei Film- und Vortragsräume, eine Infothek und eine Halle mit historischen Fahrzeugen.

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