Regionalleitstelle Jena startet: Teil neuer Strukturen

30.06.2021 Notrufe sowie Rettungs- und Notarzteinsätze werden in Jena und den Landkreisen Saale-Holzland und Saalfeld-Rudolstadt nun zentral koordiniert. Am Mittwoch gaben Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) und Saalfeld-Rudolstadt-Landrat Marko Wolfram (SPD) offiziell den Startschuss für die gemeinsame Rettungsleitstelle, die von Freitag (2. Juli) an für die drei Kommunen zuständig ist. Damit wird eine Etappe der landesweiten Neustrukturierung umgesetzt, bei der mehrere sogenannte Regionalleitstellen entstehen sollen, eine davon in Jena.

Thomas Nitzsche (FDP, l-r), Oberbürgermeister von Jena, Udo Götze, Staatssekretär im Thüringer Innenministerium, und Marko Wolfram (SPD), Landrat Saalfeld-Rudolstadt. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Weitere sind laut Innenministerium in Nordthüringen für die Kreise Nordhausen und Kyffhäuser, in Mittelthüringen für die Städte Erfurt und Weimar sowie den Landkreis Sömmerda und in Westthüringen für den Ilm-Kreis, den Wartburgkreis einschließlich Eisenach und den Kreis Gotha geplant. Die Regionalleitstelle in der kreisfreien Stadt Gera ist auch zuständig für den Saale-Orla-Kreis, das Altenburger Land und den Kreis Greiz.

Diese Leitstellen sollen in den nächsten Jahren vor allem technisch aufgerüstet werden, das betrifft etwa die Ausrüstung mit Digitalfunk. In den Kommunen, die sich an der auch von Krankenkassen als notwendig erachteten Strukturreform beteiligen, übernimmt das Land 70 Prozent der erforderlichen Investitionskosten. Für die Leitstelle in Jena sind das dem Ministerium zufolge bei einer Gesamtinvestition von knapp 1,2 Million Euro allein 828 000 Euro.

Allerdings wollen nicht alle Landkreise die neue Leitstellenstruktur mittragen. So betreibt etwa der Kreis Weimarer Land seine Leitstelle in Apolda weiterhin allein.

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