Im Hitze-Juni war es in Thüringen vergleichsweise kühl

29.06.2021 Im deutschlandweiten Vergleich hat es in Thüringen im Juni eher wenig Sonnenschein und kühle Temperaturen gegeben. Die Werte lagen jeweils aber deutlich über denen der international gültigen Referenzperiode 1961-1990, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag nach einer vorläufigen Auswertung mitteilte. Demnach betrug die Durchschnittstemperatur in Thüringen 18,7 Grad und damit 3,8 Grad mehr als der Referenzwert. Auch die Zahl der Sonnenstunden war mit etwa 235 laut DWD deutlich höher als der vieljährige Vergleichswert (194 Stunden). Der Vergleich mit der Referenzperiode ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.

Dunkle Wolken ziehen hinter Mohnblumen auf. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Deutschland erlebte nach DWD-Angaben den drittwärmsten Juni seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1881. Die bundesweite Durchschnittstemperatur habe bei 19 Grad gelegen, es habe rund 260 Sonnenstunden gegeben. Vor allem in der Monatsmitte kletterten die Temperaturen bei der laut DWD «ersten Hitzewelle des Jahres» nach oben. Gegen Beginn und Ende des Monats hätten jedoch örtlich heftige Gewitter besonders im Süden für viele Niederschläge gesorgt.

In Thüringen maß der DWD eigenen Angaben zufolge fast 90 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - etwas weniger als der deutschlandweite Wert von rund 95. Der Wetterdienst verwies auf ein schweres Gewitter am 4. Juni in Mosbach, einem Ortsteil der Gemeinde Wutha-Farnroda (Wartburgkreis). Eine Flutwelle sei mitten durch den Ort geströmt und habe massive Sachschäden verursacht.

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