Thüringer Linke will eine quotierte Doppelspitze haben

26.06.2021 Die Thüringer Linke will in Zukunft von einer quotierten Doppelspitze geführt werden. Ein entsprechender Antrag zur Änderung der Satzung der Landespartei wurde am Samstag bei einem Linke-Parteitag in Sömmerda angenommen. Zuvor hatte Linke-Vize-Chef Steffen Dittes dafür geworben. Demnach soll es eine Doppelspitze geben, die von zwei Stellvertretern unterstützt wird.

Susanne Hennig-Wellsow, Parteivorsitzende der Partei Die Linke, spricht. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Quotierung bezieht sich dabei auf alle vier Positionen, wobei verhindert werden soll, dass die Thüringer Linke zum Beispiel von zwei Männern geführt wird. Allerdings soll es möglich sein, dass etwa zwei Frauen an der Spitze stehen und von zwei Stellvertreterinnen unterstützt werden.

Mit einem weiteren Antrag wurde erreicht, dass sich Thüringer Linke in Zukunft eine striktere Trennung von Amt und Mandat vorschreibt: Eine Vorsitzende oder ein Vorsitzender der Landespartei soll nicht gleichzeitig Fraktionschefin oder Fraktionschef sein. Hennig-Wellsow hatte lange Zeit beide Posten inne. Allerdings soll eine Übergangsfrist von einem halben Jahr gelten.

Eine neue Parteiführung für die Partei will die Thüringer Linke im November wählen. Viele Jahre war Susanne Hennig-Wellsow Chefin der Thüringer Linken. Inzwischen ist sie zur Bundesvorsitzenden aufgestiegen. Am 26. September ist Bundestagswahl. Am gleichen Tag soll nach bisherigen Plänen in Thüringen ein neuer Landtag gewählt werden.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News