Im Juni deutlich größere Mengen Impfstoff für Arztpraxen

19.05.2021 Ab 7. Juni kann sich jeder Erwachsene ohne Rücksicht auf Alter, Vorerkrankungen oder Beruf gegen Covid-19 impfen lassen. Dafür braucht es auch mehr Impfstoff auch in den Arztpraxen.

Ein älterer Mann wird mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff geimpft. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ärzte in Thüringen können von Juni an mit deutlich mehr Covid-19-Impfstoff rechnen als bisher. Nach aktuellen Prognosen sollen dann wöchentlich zwischen rund 88.000 und rund 95.000 Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs an Arztpraxen und Betriebsärzte nach Thüringen geliefert werden, wie das Thüringer Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit würde sich der Lieferumfang im Vergleich zum Mai etwa verdoppeln. Die Liefermengen für Praxen und Betriebsärzte sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung im Juni somit voraussichtlich größer als jene für die Impfzentren und regionalen Impfstellen.

Die Betriebsärzte sollen im Juni in die Impfkampagne einsteigen, die dadurch weiter an Schwung gewinnen soll. Zum 7. Juni fällt die bisherige Rangfolge (Priorisierung) bei den Impfungen gegen Covid-19 weg. Der Thüringer Hausärzteverband setzt große Hoffnungen in die Aufstockung der Lieferungen. «Bisher ist Biontech-Impfstoff ja nach wie vor Mangelware in den Praxen», sagte Verbandschef Ulf Zitterbart der dpa.

An die Impfzentren und regionalen Impfstellen in Thüringen sollen im Juni nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums voraussichtlich rund 317.000 Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna gehen. Das Mittel von Astrazeneca wurde für Juni nicht geordert, hier plant Thüringen laut Kassenärztlicher Vereinigung außer den bereits vergebenen keine neuen Impftermine in diesen Einrichtungen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte gemeinsam mit den Länder-Ressortchefs am Montag die Aufhebung der Priorisierung ab dem 7. Juni beschlossen. In Thüringen sollen bis Ende Juni wöchentlich etwa 150.000 Menschen geimpft werden können. Ende April waren es rund 100.000.

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