Ramelow: Debatte über Rechte-Rückgabe an Geimpfte verfrüht

29.04.2021 Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält die Debatte über die Rückgabe von Rechten an Corona-Geimpfte für verfrüht. «Wenn alle ein Impfangebot bekommen haben, dann muss man über die Rechte von Geimpften reden», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag). Dann seien Einschränkungen nicht mehr opportun. «Da der Impfschutz 14 Tage nach der zweiten Impfung mindestens sechs Monate gilt, brauchen wir in dem Moment auch Klarheit darüber, ob ab dem siebten Monat wieder getestet oder neu geimpft wird.» Vorher mache diese Debatte die Leute nur verrückt.

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, spricht. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Deutsche Städtetag warb für schrittweise Erleichterungen für Geimpfte, sobald Impfungen für alle möglich sind. Präsident Burkhard Jung (SPD) sagte: «Über solche Lockerungen sollten wir auch Anreize setzen, dass sich mehr Menschen impfen lassen.»

Bundesweit sind (Stand: Mittwoch) inzwischen 20,5 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft worden - fast ein Viertel (24,7 Prozent) aller Einwohner. Mit zwei Spritzen vollständig geimpft sind laut Bundesgesundheitsministerium nunmehr 6,1 Millionen Bürger (7,4 Prozent der Bevölkerung).

Mehrere Bundesländer haben teils schon seit Wochen Regelungen für Geimpfte oder planen dies. In Bayern sind sie seit Mittwoch negativ Getesteten gleichgestellt. In Rheinland-Pfalz, Hessen, Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg und Niedersachsen gibt es ebenfalls schon Regelungen.

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