Adams: Corona bremst Einführung der elektronischen Akte aus

27.04.2021 Die Einführung der elektronischen Akte in Thüringen ist nach Einschätzung von Thüringens Justizminister Dirk Adams (Grüne) durch die Corona-Pandemie ausgebremst worden. «Hier hat, das muss man ganz klar sagen, Corona uns manche Schwierigkeiten gemacht», sagte Adams am Dienstag bei der Vorstellung des sogenannten Rechtspflegeberichts in Erfurt. Insbesondere die Schulungen seien schlecht durchzuführen gewesen.

Thüringens Justizminister Dirk Adams in Erfurt. Foto: Michael Reichel/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Corona habe aber auch gezeigt, wie «dringend nötig» die Digitalisierung der Justiz sei. Mit der Einführung des elektronischen Arbeitens aus dem Homeoffice sei es gelungen, diesbezüglich einen «gewaltigen Schritt nach vorne» zu gehen.

Bundesweit müssen alle Prozessakten bis spätestens 1. Januar 2026 elektronisch geführt werden. Dann wird die elektronische Akte die bislang in Papier geführte Verfahrensakte gleichwertig ersetzen. In Thüringen ist an insgesamt 43 Gerichten und fünf Staatsanwaltschaften die Aktenführung umzustellen.

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