CDU fordert Liste mit nutzbaren digitalen Schulanwendungen

27.04.2021 Im Zuge der Corona-Pandemie mussten Lehrer und Schüler schnell auf digitale Varianten des Unterrichts ausweichen. Doch nicht alle Anwendungen sind datenschutzkonform. Die CDU fordert dazu klare Ansagen aus dem Bildungsministerium.

Christian Tischner, CDU-Abgeordneter, spricht im Thüringer Landtag. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Thüringer CDU-Fraktion hat das Bildungsministerium aufgefordert, eine Liste mit nutzbaren digitalen Anwendungen für Schulen zu veröffentlichen. Es brauche eine ständig aktualisierte Übersicht rechtskonformer und datensicherer Programme für den digitalen Unterricht, heißt es in einem CDU-Forderungspapier zur Digitalisierung an Schulen. Bisher gibt es eine solche Liste in Thüringen nicht.

Hintergrund ist, dass der Landesdatenschutzbeauftragte Lutz Hasse in der Vergangenheit bei etlichen Anwendungen Bedenken angemeldet hatte. Dazu zählten unter anderem die Video-Konferenz-Anwendungen Zoom und Teams sowie die Video-Plattform Youtube. Immer wieder war es bei diesen Fragen auch zu Konflikten zwischen dem Bildungsministerium und dem Landesdatenschützer gekommen.

In ihrem Forderungskatalog mahnt die CDU-Fraktion eine schnellere Digitalisierung von Schulen an. «Es braucht schnelle Fortschritte», erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Tischner. Um dabei die Belastungen für Lehrer in Grenzen zu halten, schlagen die Christdemokraten die Einführung eines «digitalen Hausmeisters» an den Schulen vor, der sich um einfachere Aufgaben rund um Einrichtung, Wartung, Aktualisierung und Administrierung der digitalen Infrastruktur an den Schulen kümmert.

Komplexere Probleme sollten nach CDU-Vorstellungen in Service-Centern gelöst werden. Dafür kämen zu Beispiel die kommunalen Medienzentren in Frage, heißt es in dem Papier.

«Mit diesem mehrstufigen IT-Support wollen wir die Lehrer entlasten, damit sie sich ganz auf den Unterricht konzentrieren können. Die Zeiten, wo der Informatiklehrer zu Hilfe gerufen wird, müssen endlich vorbei sein», erklärte Tischner.

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