Testprobleme verärgern Besucher der Bundesgartenschau

25.04.2021 Viel Freude über blühende Blumenvielfalt, aber auch Ärger wegen Pannen bei Corona-Tests: Die Bundesgartenschau in Erfurt hat ein wechselhaftes erstes Wochenende hinter sich.

Besucher der Bundesgartenschau (Buga) gehen über das Gelände auf dem Petersberg. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bundesgartenschau (Buga) in Erfurt hat an ihrem ersten Wochenende mit erheblichen Problemen bei Corona-Tests für Besucher begonnen. Vor allem am Sonntag konnten zahlreiche Menschen ihre geplante Visite auf dem Gartenschaugelände nicht antreten, weil es ihnen nicht gelungen war, in der Stadt einen Corona-Test zu erhalten. «Wir hatten viele Anrufe deswegen», sagte Buga-Geschäftsführerin Kathrin Weiß am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Der Zulauf an den wenigen geöffneten Teststellen in der Stadt sei so groß gewesen, dass Menschen wieder weggeschickt werden mussten. Besucht wurde die am Freitag eröffnete Blumenschau Weiß zufolge an ihren ersten drei Tagen von 15 000 Menschen.

Nach den verschärften Corona-Regeln ist ein negativer Corona-Schnelltest für Buga-Gäste erforderlich. Das Infektionsschutzgesetz mit der Bundes-Notbremse sei extrem kurzfristig gekommen, sagte ein Stadtsprecher am Wochenende. In der Kürze der Zeit habe sich die Stadt bemüht, «schnell etwas aus dem Boden zu stampfen». Es seien zwei zusätzliche Anlaufstellen in der Stadt eingerichtet worden. Ein Buga-Testzentrum auf der Messe mit Kapazitäten für Tausende Menschen soll erst am Mittwoch eröffnet werden.

Von den Problemen wurden nicht nur auswärtige Besucher kalt erwischt, die ungetestet angereist waren - in der Hoffnung, dies in Erfurt erledigen zu können. Auch Einheimische, die ihren Besuch vorher angemeldet hatten, konnten diesen nicht antreten und hatten dafür teils wenig Verständnis. «Es war doch klar, dass die Notbremse kommt», sagte eine verärgerte Erfurterin der Deutschen Presse-Agentur. «Da kann man sich nicht erst zwei Tage vorher einen Kopf wegen der Tests machen.»

Nach Angaben von Buga-Chefin Weiß waren die meisten Gäste am ersten Wochenende Einheimische, zumeist Inhaber einer Dauerkarte. Sie konnten auf dem bunt bepflanzten Petersberg, einer ehemaligen Festung, und dem zweiten Standort Egapark wegen der Infektionsschutzregeln nur das farbenfroh bepflanzet Außengelände in Augenschein nehmen. 35 000 Dauertickets hat die Buga bislang abgesetzt.

Ausstellungshallen wie das Klimazonen-Haus «Danakil» im Egapark sind für sie vorerst nicht zugänglich. Das gilt auch für die Ausstellung zur Geschichte und Philosophie der Gartenbaukunst in der Peterskirche. Die Bundesgartenschau in Erfurt ist noch bis zum 10. Oktober geöffnet.

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