Normalisierung bei Vogelgrippe: Greiz lässt Geflügel raus

22.04.2021 Nach dem Ausbruch der Geflügelpest vor allem bei Haustierhaltern in Thüringen normalisiert sich die Situation allmählich wieder. So dürfen im Landkreis Greiz Hühner, Enten, Gänse und anderes Federvieh bald wieder ins Freie. Das Landratsamt kündigte am Donnerstag die Aufhebung der aus Sorge vor einer Weiterverbreitung der für Geflügel hochansteckenden Tierseuche erlassenen Stallpflicht an. Eine entsprechende Allgemeinverfügung soll am Samstag (24. April) in Kraft treten. Bei einer vorsorglichen Beobachtungszone in der Region soll es aber bleiben. Im Landkreis Gotha hat das Hausgeflügel bereits seit einigen Tagen wieder Ausgang.

Ein Schild mit der Aufschrift «Geflügelpest Sperrbezirk». Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das für Geflügel hochansteckende Influenzavirus H5N8 war in Thüringen am 22. März erstmals nachgewiesen worden. Ausgangspunkt war ein Geflügelhof in Niederreißen (Weimarer Land), er Tiere aus einem von Infektionen betroffenen Betrieb aus der Nähe von Paderborn (Nordrhein-Westfalen) erworben und sie weiterverkauft hatte. Laut Gesundheitsministerium waren 35 Tierhaltungen in mehreren Landkreisen betroffen, allerdings keine großen Betriebe. Rund 1100 Tiere mussten wegen der Vogelgrippe, wie die Geflügelpest umgangssprachlich auch genannt wird, getötet werden.

Für Menschen gilt die Vogelgrippe als ungefährlich. Zwar schließen Experten des Robert Koch-Instituts und des Friedrich-Loeffler-Instituts eine Übertragung der H5N8-Viren auf Menschen nicht aus, verweisen aber darauf, dass solche Krankheitsfälle bei Menschen noch nicht beobachtet worden seien.

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