Krückels hält Buga-Öffnung für möglich: Tests Voraussetzung

20.04.2021 Ganz sicher ist es noch nicht, aber die Chancen für eine Öffnung der Bundesgartenschau in Erfurt steigen. Allerdings müssen sich Besucher aktuellen Plänen zufolge möglicherweise auf weitere Auflagen zur Pandemie-Bekämpfung einstellen.

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis könnte eine Voraussetzung für den Besuchereinlass auf der Bundesgartenschau in Erfurt sein - das geht zumindest aus einer Beschlussempfehlung für Änderungen des Infektionsschutzgesetzes hervor. Demnach sollte auch eine eingeschränkte Öffnung der großen Blumenschau ab Freitag möglich sein. «Unter diesen Bedingungen wird die Buga meines Erachtens stattfinden können», sagte der Bevollmächtigte des Freistaats Thüringen beim Bund, Medienstaatssekretär Malte Krückels, am Dienstag.

Zu klären sei nun, ob und wie Testmöglichkeiten für Besucher bereitgestellt werden können. Dazu müssten sich die Buga-Organisatoren, die Stadt und gegebenenfalls auch das Land noch verständigen. Auch Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, dass Testangebote für Besucher noch geklärt werden sollten. Es stehe fest, dass die Stadt ein weiteres Testzentrum im Theater bekommen werde.

Der Gesundheitsausschuss des Bundestags hatte am Montag eine Beschlussempfehlung zu Änderungen für das Infektionsschutzgesetz abgegeben. Damit soll es im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine bundeseinheitliche Notbremse geben. Im Beschlussentwurf heißt es unter anderem, dass die Außenbereiche von Zoos und botanischen Gärten geöffnet werden dürfen, «wenn angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden und durch die Besucherin oder den Besucher ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor Beginn des Besuchs mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 vorgelegt wird.»

Das würde bedeuten, dass die Buga die Außenbereiche für Besucher mit aktuellem negativen Corona-Testergebnis öffnen könnte - ein umfangreiches Schutz- und Hygienekonzept mit Blick auf die Pandemie hatten die Macher bereits vorgelegt. Einem früheren Gesetzesentwurf zufolge sollten botanische Gärten und Zoos ab einer bestimmten Infektionslage in den jeweiligen Landkreisen und Städten geschlossen bleiben.

Dass es nun die Empfehlung gebe, zumindest die Außenbereiche öffnen zu dürfen, sei gut, hieß es aus der Erfurter Staatskanzlei. Thüringen habe genau darauf gedrängt. Auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte in den vergangenen Tagen immer wieder darauf gepocht, dass zwischen Außen- und Innenbereichen unterschieden werden müsse. Experten zufolge besteht unter freiem Himmel eine deutlich niedrigere Ansteckungsgefahr mit dem Virus als in geschlossenen Räumen. Auch die Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann erklärte, dass mit dem Kompromiss eine Öffnung der Buga möglich sei.

Noch ist allerdings nicht klar, wann genau das in welcher Form dann auch immer geänderte Infektionsschutzgesetz in Kraft tritt. Daher wäre es denkbar, dass etwa für die ersten Tage der Buga die Thüringer Corona-Regeln gelten. Denen zufolge wäre etwa ein negatives Testergebnis keine Voraussetzung für einen Einlass. Am Mittwoch muss zunächst der Bundestag das geänderte Gesetz verabschieden und am Donnerstag will sich der Bundesrat damit befassen. Auch Ramelow plant bei der Sitzung der Länderkammer das Wort zu ergreifen.

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