Haftstrafe nach Macheten-Attacke in Asylbewerberunterkunft

16.03.2021 Das Landgericht Gera hat einen 24-Jährigen nach einer Macheten-Attacke in einer Asylbewerberunterkunft zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Urteil vom Montag wegen gefährlicher Körperverletzung ist noch nicht rechtskräftig, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Der Marokkaner hatte im Mai 2020 in der Unterkunft in Rudolstadt mit der Machete auf einen 21-Jährigen eingeschlagen.

Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Verteidiger des Mannes hatte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren beantragt, der Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert. Der Angeklagte hatte sich am ersten Verhandlungstag bei seinem Opfer entschuldigt. Auch der Attackierte erklärte vor Gericht, er habe seinem Angreifer verziehen.

Bei den Schlägen mit der etwa einen Meter langen Waffe hatte der 21-Jährige schwere Verletzungen an Kopf, Armen, Schulter und Beinen erlitten. Mit einem Schlag hatte der 24-jährige ein Schlüsselbein seines Opfers zertrümmert. An den Armen erlitt es tiefe Schnittwunden. Der 21-Jährige überlebte nur, weil er mit mehreren Notoperationen gerettet werden konnte. Auslöser der Auseinandersetzung war, dass sich das Opfer in der Nacht der Tat bei dem Angeklagten beschwerte, weil dieser laut Musik gehört hatte. Daraufhin sei es zu Beleidigungen und den Schlägen mit der Machete gekommen.

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