DGB will Anerkennung von Corona-Infektion als Dienstunfall

16.03.2021 Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hessen-Thüringen spricht sich für die Anerkennung einer Corona-Infektion bei öffentlich Bediensteten als Arbeitsunfall aus. «Das Land Schleswig-Holstein hat im Februar vorgelegt und Kriterien veröffentlicht, um die Anerkennung einer Erkrankung an Covid-19 als Dienstunfall einfacher zu machen», teilte der DGB am Dienstag mit.

Ein Arzt hält einen Tupfer zum Abstrich für einen Corona-Test in der Hand. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Noch sei in Thüringen nach Kenntnis des Gewerkschaftsbundes keine Corona-Infektion als Dienstunfall anerkannt, hieß es. Der DGB vermutet, dass dies damit zusammenhängt, dass es bei Virusinfektionen naturgemäß schwierig sei, den ganz genauen Infektionsmoment nachzuweisen. Allerdings lägen bereits Klagen von Beamten vor, deren Antrag auf Anerkennung einer Infektion als Dienstunfall abgelehnt wurde.

Wer mit und für Menschen arbeite, könne sich bei der Arbeit infizieren, so der DGB. Als Beispiel nannte er Erzieher und Lehrer, für die enger persönlicher Kontakt zu ihrem Arbeitsalltag gehöre. Polizisten und Mitarbeiter der kommunalen Ordnungsbehörden müssten Ordnungsmaßnahmen auch gegen Widerstände durchsetzen. «Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen etwas passiert, müssen die Betroffenen finanziell abgesichert sein.»

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