Tausende bei Fridays For Future-Demos in Sachsen-Anhalt

24.09.2021 Mehrere tausend meist junge Menschen sind in Sachsen-Anhalt dem Aufruf von Fridays For Future (FFF) gefolgt und haben für einen entschiedeneren Klimaschutz in der nächsten Bundesregierung demonstriert. Allein bei einer Kundgebung in Halle zählte die Polizei am Freitagnachmittag rund 4000 Teilnehmer. Auf der zweiten Großveranstaltung im Land in Magdeburg versammelten sich rund 1000 zumeist junge Menschen «aus dem bürgerlichen Klientel», wie ein Polizeisprecher sagte. Die Proteste verliefen friedlich.

Eine Fahne von "Fridays For Future" (FFF) Magdeburg weht auf dem Domplatz. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch in Dessau, Naumburg, Stendal und weiteren Städten in Sachsen-Anhalt waren kleinere Demonstrationen geplant. Fridays For Future hatte weltweit zu Kundgebungen aufgerufen. Nach Angaben des Bündnisses waren auf allen Kontinenten insgesamt etwa 1700 Aktionen geplant, darunter in etwa 400 Städten in Deutschland.

In Berlin kritisierte die 18-jährige schwedische Initiatorin von Fridays for Future, Greta Thunberg, Deutschland in einem bejubelten Auftritt vor dem Reichstagsgebäude scharf: «Deutschland ist objektiv gesehen einer der größten Klima-Bösewichte.» Man könne sich aus der Krise nicht «herausinvestieren, bauen oder kaufen». Umso länger man so tue, «desto mehr Zeit verlieren wir».

Fridays for Future verlangt Maßnahmen für die Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.

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