Land profitiert von Bundesförderung für Ganztagsbetreuung

07.09.2021 Auch wenn es den Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung in Sachsen-Anhalt schon lange gibt, profitiert das Land von der künftigen bundesweiten Regelung. Die Horte und Grundschulen bekommen Investitionsmittel, die der Bund den Ländern zur Verfügung stellt, sowie eine Betriebskostenbeteiligung des Bundes, wie das Sozialministerium in Magdeburg am Dienstag mitteilte. Von den insgesamt 3,5 Milliarden Euro Investitionsmitteln des Bundes, die von 2021 bis 2027 zur Verfügung gestellt würden, flössen insgesamt etwa 95 Millionen Euro nach Sachsen-Anhalt.

Ein Fenster einer an einer Schule ist zum Lüften geöffnet. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jedes Kind, das in Deutschland ab dem Schuljahr 2026/2027 eingeschult wird, soll in den ersten vier Schuljahren Anspruch auf einen Ganztagsplatz bekommen. Darauf hatten sich Bund und Länder hatten sich am Montag nach langem Streit über die Finanzierung verständigt. Der Bundestag stimmte am Dienstag zu. Nun muss der Bundesrat noch zustimmen.

Sozialministerin Petra Grimm-Benne erklärte: «Von großer Bedeutung für die Ostländer und damit auch für Sachsen-Anhalt ist die Vereinbarung, dass mit diesen Mitteln nicht nur neue Plätze geschaffen werden können, sondern auch Sanierung und Ausstattung bereits bestehender Plätze möglich ist, die ansonsten wegfallen würden.»

Die Betreuungsquote der Schulkinder in Sachsen-Anhalt ist laut Ministerium bereits sehr hoch. So seien im vergangenen Jahr 73 Prozent der 6-bis 11-Jährigen betreut worden. Bei den 11- bis 14- Jährigen habe die Quote bei 4,6 Prozent gelegen.

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