Steinmeier würdigt Einsatz der Wasserrettung während Flut

06.09.2021 Was dem Bundespräsidenten bei der Wasserrettung am Montag spielerisch vorgeführt wurde, war während der Flutkatastrophe für die Helfer bitterer Ernst geworden. Steinmeier gibt sich interessiert und demutsvoll.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD, 2.v.r) besucht die DLRG. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es wurde viel gelacht, als dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier am Montag die Aufgabenbereiche der Wasserrettung teilweise am lebenden Objekt vorgeführt wurden. Ob bei der Traumaversorgung, den Rettungshunden oder der Atemwegssicherung - die Mitarbeiter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zeigten beim Besuch des Staatsoberhauptes in Bitterfeld-Wolfen (Anhalt-Bitterfeld) vollen Körpereinsatz.

Ernster wurde es, als sich der Bundespräsident am Ende des Rundganges demutsvoll an die Ehrenamtlichen wandte und deren Rolle bei der zurückliegenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hervorhob. «Großartige Arbeit, für die ich gerne die Gelegenheit ergreife, um hier im Namen aller Deutschen herzlich Danke zu sagen», sagte Steinmeier in Richtung der anwesenden Ehrenamtlichen. Die Krise habe gezeigt, wie wichtig die Mitarbeiter der DLRG seien. Er habe die Rettungskräfte vor Ort und nach Einsätzen am Rande der totalen Erschöpfung erlebt.

«Wir hoffen, dass Fluten wie wir sie jetzt erlebt haben, nicht zu häufig vorkommen», führte Steinmeier weiter aus. Man könne es mit Blick auf den Klimawandel aber nicht ausschließen. «Deshalb brauchen wir Fähigkeiten. Vielleicht noch mehr Fähigkeiten in der Zukunft.» Ein Augenmerk sei daher besonders auf den Nachwuchs zu legen, sagte Steinmeier. Die Mitgliederzahlen der Wasserrettung waren während der Pandemie um etwa vier Prozent zurückgegangen, wie ein Sprecher mitteilte.

Ortskräfte der Wasserrettung beklagten gegenüber Steinmeier die «leeren Seen». Die Anzahl der Rettungsschwimmer reiche aktuell bei weitem nicht aus, um ausreichend Personal an den Badeseen vorzuhalten. Durch die Pandemie und die geschlossenen Schwimmbäder hätten zum einen weniger Rettungsschwimmer ausgebildet werden können. Außerdem konnte weniger Kindern und Jugendlichen das sichere Schwimmen beigebracht werden. Schwimmen müsse wieder zu einer grundlegenden Fähigkeit für Kinder erhoben werden, sagte Ute Vogt, Vizepräsidentin der DLRG.

Die DLRG ist nach eigener Aussage die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Sie bildet Rettungsschwimmer aus und bietet Schwimmkurse an. Laut DLRG hat sie über 22 Millionen Schwimmprüfungen und fast 5 Millionen Rettungsschwimmprüfungen abgenommen. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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