Viel Arbeit für Labore wegen Coronavirus: Mehr impfen

30.08.2021 Die Corona-Pandemie hat in Sachsen-Anhalt zu einem drastischen Anstieg mikrobiologischer Untersuchungen in Laboren geführt. 2020 wurden rund 90.000 Proben im Auftrag der Gesundheitsämter oder des Sozialministeriums an das Landesamt für Verbraucherschutz geschickt. Das war ein Anstieg von 600 Prozent im Vergleich zum Zeitraum 2010 bis 2019 mit rund 15.000 Proben im Jahr, wie die Behörde am Montag in Halle mitteilte.

Petra Grimm-​Benne (SPD). Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut dem Jahresbericht des Landesamtes betrafen 2020 von allen zu untersuchenden Proben allein 78.863 das Virus Sars-CoV-2 und eventuell zusätzliche Erreger einer akuten Atemwegserkrankung. Die Behörde geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den kommenden Monaten steigen wird. Grund sei vor allem die als besonders gefährlich geltenden Delta-Variante, die sich vor allem unter jungen Menschen ausbreite.

Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) appellierte erneut an die Menschen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Mit dem Ende der Ferien werde an den Schulen und Kitas öfter getestet, um mögliche Infektionen etwa von Reiserückkehrern zu erkennen, betonte sie. Diese machten laut dem Bericht des Landesamtes 2020 zu Beginn der Pandemie und im Sommer ein wesentlichen Teil des Infektionsgeschehens im Land aus.

Es gehe jetzt darum, unbedingt die Impfbereitschaft zu erhöhen, sagte Grimm-Benne. In Sachsen-Anhalt haben bisher nach Angaben des Ministeriums rund 1,3 Millionen Menschen (60,6 Prozent) eine erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen, 1,25 Millionen Menschen erhielten eine Zweitimpfung. Das sind 57,5 Prozent der Bevölkerung.

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