Unikliniken im Land wollen mit Auffrischimpfungen warten

06.08.2021 Die beiden Universitätskliniken in Sachsen-Anhalt wollen mit Auffrischimpfungen für ihre Mitarbeiter warten. «Ein Grund dafür ist, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) bislang keine offizielle Empfehlung zum Thema Auffrischimpfung veröffentlicht hat», schrieb ein Sprecher der Uniklinik in Magdeburg am Freitag.

Eine Mitarbeiterin eines Impfteams überprüft eine Spritze mit einem Impfstoff gegen Covid-19. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Uni-Klinik in Halle vertritt die gleiche Position. Allerdings bereite man sich bereits auf die dritte Impfung vor, so dass nach einer entsprechenden Empfehlung mit den Impfungen begonnen werden könne, sagte ein Sprecher. Dann sei geplant, schrittweise allen Beschäftigten, die bereits vollständig geimpft sind, ein Angebot zur dritten Impfung zu machen.

Die Berliner Charité hatte diese Woche begonnen, Mitarbeiter ein drittes Mal gegen das Coronavirus zu impfen. Angesprochen seien Beschäftigte, die vor mindestens sechs Monaten ihre zweite Impfung erhalten hätten und mindestens 60 Jahre alt seien. Dabei handle es sich um Mitarbeiter in Covid-19-Risikobereichen, die zudem altersbedingt einem erhöhten Risiko unterlägen. Eine Zahl der bisher erneut geimpften Beschäftigten wurde nicht genannt.

Erste Studien hätten laut Gesundheitsministerium gezeigt, dass es bei bestimmten Personengruppen vermehrt zu einer reduzierten oder schnell nachlassenden Immunantwort nach einer vollständigen Covid-19-Impfung kommen könne. Entsprechend sollen nach Angaben der Gesundheitsministerkonferenz Auffrischimpfungen mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Immunisierung ab September besonders betroffenen Gruppen angeboten werden.

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