Nach Cyberangriff Protokolle im Netz veröffentlicht

16.07.2021 Nach dem Cyberangriff auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld sind unter anderem interne Daten im Internet veröffentlicht worden. Das teilte am Freitag der Landkreis in Köthen mit. Dabei handele es sich etwa um Sitzungsprotokolle von Ausschuss- und Kreistagssitzungen, auch aus dem nicht öffentlichen Teil. Sie seien im Darknet, einem schwieriger zugänglichen und oft für kriminelle Zwecke genutzten Teil des Internets, veröffentlicht worden. Daten aus Verwaltungsverfahren sollen demnach nach aktuellem Erkenntnisstand nicht veröffentlicht worden sein.

Der Hauptsitz der Kreisverwaltung vom Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Angaben des Chaos Computer Clubs handelt es sich bei den vor wenigen Tagen in einem Online-Forum veröffentlichten Daten um rund 200 Megabyte. Vieles spräche dafür, dass es sich dabei um eine Reaktion auf die Absage einer Lösegeldzahlung handelt, sagte ein Sprecher des CCC.

Mehrere Server des Landkreises waren vergangene Woche bei einem Cyberangriff mit sogenannter Ransomware infiziert worden, bei der Daten verschlüsselt werden. Nach einer Geldzahlung sollten die Daten wieder freigegeben werden. Eine Garantie, dass nach Zahlung der Erpressungssumme wieder Zugriff auf die Daten besteht, gibt es allerdings nicht. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatte Mitte der Woche eine Lösegeldzahlung kategorisch abgelehnt.

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