Impfungen nach Astrazeneca mit Biontech und Moderna

02.07.2021 Künftig sollen auch in Sachsen-Anhalt Menschen, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, als zweite Dosis einen sogenannten mRNA-Impfstoff bekommen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Magdeburg am Freitag mit. Das Land folgt damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vom Vortag, über die die Gesundheitsmister beraten hatten.

Eine Mitarbeiterin eines Impfteams überprüft eine Spritze mit einem Impfstoff gegen Covid-19. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es werde grundsätzlich ausreichend mRNA-Imfpstoff vorhanden sein, um eine Zweitimpfung mit Biontech- oder Moderna-Vakzinen anbieten zu können, sagte Ministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Die Zweitimpfung sei für einen guten Schutz insbesondere vor der Delta-Variante unverzichtbar.

Aktuell haben laut dem Gesundheitsressort mehr als 15 000 Menschen nach ihrer Erstimpfung mit Astrazeneca noch keine Zweitimpfung erhalten. Die Umstellung des Impfschemas wird den Angaben zufolge durch die Landkreise für die Impfzentren vorbereitet. Bereits vereinbarte Termine für die Zweitimpfungen können auf individuellen Wunsch vorverlegt werden, denn bei der sogenannten Kreuzimpfung ist eine Verkürzung des Impfintervalls möglich. Der zweite Piks kann hier bereits nach vier Wochen erfolgen.

Hintergrund sind Studien, nach denen die Kreuzimpfung bei guter Verträglichkeit eine stärkere Immunantwort bewirkt. In manchen Fällen ist sie demzufolge sogar höher als nach zwei mRNA-Impfungen.

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