Wanderwitz: Zukunftstechnologien sind Chance für Osten

02.06.2021 Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), sieht in neuen Technologien eine Chance auf Wachstum - gerade für Unternehmen in Ostdeutschland. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und E-Mobilität böten einen Ausweg bei der Bewältigung des Strukturwandels, erklärte Wanderwitz zur Eröffnung des zweiten ostdeutschen Wachstumstages in Berlin. «Ich bin fest davon überzeugt, dass das Wachstum in den nächsten Jahren in den neuen Technologiefeldern weitergehen wird.»

Marco Wanderwitz (CDU), Ostbeauftragter der Bundesregierung. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wanderwitz verwies unter anderem auf die Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin, Batteriezellenfertigung in Thüringen, Sachsen und Brandenburg sowie zahlreiche Wasserstoff-Projekte. Das Beispiel Tesla habe aber gezeigt, dass die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu lang seien. «Das muss sich ändern», so Wanderwitz. Die Bewältigung des Strukturwandels sei eine Herausforderung für Unternehmen, aber auch für die Menschen im Osten. Viele seien «ein Stück müde» vom Strukturwandel.

Aus Sicht von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hinkt der Osten wirtschaftlich weiter hinterher. «Der Aufholprozess ist zuletzt ins Stocken geraten.» Einen Vorsprung könne der Osten mit Zukunftstechnologien erreichen, beim Thema E-Mobilität etwa sei Sachsen bereits vorn, auch Wasserstoff nannte der SPD-Politiker als zentrales Thema. «Das sind die Chancen, die wir haben.» Auch die geografische Lage könne den Osten attraktiv für Unternehmen machen, als «Brückenpfeiler nach Eurasien».

Beim zweiten ostdeutschen Wachstumstag unter dem Motto «Zukunft denken - Strukturwandel unternehmen» kommt Wanderwitz mit Politikern, Unternehmen und Wissenschaftlern ins Gespräch. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung per Livestream aus der Landesvertretung Sachsen in Berlin übertragen.

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