Ministerin zu OB Trümper: Alle Anspruchsberechtigten impfen

14.04.2021 Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) pocht darauf, dass Impftermine nicht nach Wohn- oder Arbeitsorten vergeben werden. Die Impfverordnung des Bundes kenne kein Regionalprinzip, erklärte die Ministerin am Mittwoch in Magdeburg. Die Impfkampagne sei eine nationale Aufgabe. In einem Brief an Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) habe sie geschrieben, das übergeordnete Ziel aller Anstrengungen müsse die Impfung der gesamten Bevölkerung sein. Insofern sei ein solidarischer Zugang zu Impfterminen - ungeachtet des Wohnsitzes - vorgesehen.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Grimm-Benne sagte: «Ich habe den Oberbürgermeister daher aufgefordert, auch solche anspruchsberechtigten Personen zu impfen, die ihren Wohnsitz nicht in Magdeburg haben.»

Trümper hatte zuvor erklärt, er wolle Impftourismus unterbinden und im Impfzentrum der Landeshauptstadt bevorzugt Magdeburgerinnen und Magdeburger impfen lassen. Nachdem Anfang des Monats Impfungen für alle über 60-Jährigen ermöglicht worden seien, habe der Anteil auswärtiger Impfpersonen bei über 40 Prozent gelegen. Es seien Menschen aus Niedersachsen, Hamburg und Berlin dabei gewesen. «Ich bin dafür verantwortlich, dass meine Bevölkerung geschützt wird und geimpft wird», sagte der OB.

Trümper argumentierte, der Impfstoff werde bezogen auf die Einwohnerzahl quotiert. Zudem solle die Mobilität eingeschränkt werden. Die Bevölkerung in der Stadt und in Sachsen-Anhalt sei besonders alt und brauche den Schutz. Zudem liege die Sterberate der an Corona erkrankten hierzulande mit 3,6 Prozent höher als etwa in Niedersachsen mit 2,35 Prozent.

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