Ostern in der Pandemie: Polizei will verstärkt kontrollieren

02.04.2021 Sachsen-Anhalt begeht nun seit Pandemiebeginn das zweite Osterfest. Auch in diesem Jahr will die Polizei verstärkt kontrollieren - auch aus der Luft.

Ein Polizeihubschrauber ist bei einer Suchaktion im Einsatz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit den Osterfeierlichkeiten 2021 erlebt Sachsen-Anhalt eines der höchsten christlichen Feste das zweite Mal unter Pandemiebedingungen. Trotz hoher Sieben-Tage-Inzidenz und weiterhin geltender Einschränkungen sind die Regeln weicher als noch vor einem Jahr. Dennoch plant das Innenministerium auch diesmal, die Einhaltung der Corona-Einschränkungen stark zu kontrollieren.

«Es ist geplant - wie auch im vergangenen Jahr - zusätzlich an den Osterfeiertagen verstärkt unsere Polizeihubschrauber einzusetzen», sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Damit solle zum Beispiel die Einhaltung der Kontaktreduzierungen kontrolliert werden. Die polizeilichen Maßnahmen würden auch in den bevorstehenden Ferien sehr intensiv fortgesetzt.

Mit wie vielen Menschen die Sachsen-Anhalter Ostern feiern dürfen, hängt von den Infektionswerten des Landkreises ab, in dem sie wohnen. In Landkreisen, in denen der Wert der Infektionen pro 100 000 Einwohner und Woche 3 Tage in Folge über 100 liegt, sind Treffen und Feiern mit höchstens einer Person, die nicht aus dem eigenen Hausstand stammt, erlaubt. In Kreisen, in denen die Inzidenz stabil unter 100 liegt, kann hingegen mit bis zu 5 Gästen aus einem weiteren Haushalt gefeiert werden.

Vergleichsweise ruhig blieb es am Karfreitag. Die Polizei meldete bis zum Freitagnachmittag zunächst keine größeren Zwischenfälle. Die Verstöße gegen die Corona-Regeln bewegten sich laut den Beamten auf einem normalen Niveau.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz für Sachsen-Anhalt am Karfreitag mit 163,9 an. Am Donnerstag hatte der Wert der Infektionen pro Woche und 100 000 Einwohner bei 161,7 gelegen, am Mittwoch bei 158,3. Nur in den Nachbarländern Sachsen (189,7) und Thüringen (254,7) war der Wert am Donnerstag höher.

Bundesweit lag die Inzidenz bei 134,0 und damit leicht unter dem Niveau vom Vortag (134,2). Mit Mecklenburg-Vorpommern (92,7), dem Saarland (84,5) und Schleswig-Holstein (73,9) befanden sich am Karfreitag nur noch drei Bundesländer unter der Marke von 100. Ab diesem Wert müssen die Kontaktbeschränkungen verschärft werden. In Sachsen-Anhalt müssen die Landkreise und kreisfreien Städte diese «Notbremse» bei einer Inzidenz von über 100 ziehen.

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