Weniger Fertighäuser in Sachsen-Anhalt als im Bundesschnitt

21.03.2021 Wer in Sachsen-Anhalt baut, setzt seltener auf ein Fertighaus als im Bundesschnitt. Mit 11,9 Prozent fiel der Anteil der Fertighäuser an den Baugenehmigungen in Sachsen-Anhalt nur etwa halb so hoch aus wie deutschlandweit, berichtete der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Werte beziehen sich auf Ein- und Zweifamilienhäuser, die in der Fabrik vorgefertigt wurden. Bundesweit sei der Anteil der Fertighäuser mit 22,2 Prozent so hoch gewesen wie noch nie, hieß es.

Verschiedenen Fertighäuser stehen im Unger Musterhauspark. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Den Angaben zufolge erfassten die Statistiker 2020 in Sachsen-Anhalt 2570 Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser, davon 306 für Fertighäuser. Während die Zahl der Baugenehmigungen damit im Vergleich zu 2019 um 8,8 Prozent gestiegen sei, habe die Zahl der Fertighäuser nur um 2,3 Prozent zugelegt.

Bei der Beliebtheit von Fertighäusern gibt es ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. In Baden-Württemberg entfallen mittlerweile 38,4 Prozent der Baugenehmigungen auf vorgefertigte Häuser, in Hessen liegt ihr Anteil bei immerhin 32,4 Prozent und in Bayern bei 25,6 Prozent. In Nordrhein-Westfalen kommen Fertighäuser dagegen auf einen Marktanteil von 15,2 Prozent, in Niedersachsen sogar nur auf 9 Prozent.

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