Land erbt in mehr Fällen: Einnahmen über zwei Millionen Euro

16.03.2021 Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr in 582 Fällen geerbt. Das teilte ein Sprecher des Finanzministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. 521 solcher Fiskalerbschaften vermeldete das Ministerium für das Jahr 2019, im Jahr davor waren es 535. Der Staat wird immer dann zum Erben, wenn weder Ehegatte, noch Lebenspartner, Kinder oder weitere Verwandten des Verstorbenen ermittelt werden können und kein anderer Erbe bestimmt wurde.

Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die durch die Erbgegenstände generierten Einnahmen, die sich größtenteils aus den Verkäufen der Vermögensgegenstände, aus Mieten und Pachten sowie der Auflösung von Konten, Sparbüchern und Depots speisten, beliefen sich nach Angaben des Finanzministeriums im vergangenen Jahr auf etwas mehr als zwei Millionen Euro. Dem standen Ausgaben in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro gegenüber, die im Zusammenhang mit den Fiskalerbschaften getätigt wurden, so der Sprecher. Etwa die Hälfte der Kosten wurde für Instandsetzungs- und Sicherungsmaßnahmen, für die Verkehrssicherung und die Bewirtschaftungskosten der Liegenschaften aufgewandt.

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