Kretschmer: Instrumente nutzen, um Corona-Krise zu meistern

30.11.2021 Die Bundesländer sollen nach den Worten des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) alle Instrumente in die Hand bekommen, um die Corona-Krise zu meistern. Kretschmer zeigte sich nach dem Gespräch der Länderchefs mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) am Dienstag zuversichtlich, dass man nun auf einem guten Weg sei.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir sind uns einig, dass diese Entwicklung, wie sie derzeit läuft, große Risiken birgt und es ein aktives Handeln braucht. Das Gebot der Stunde ist, Kontakte zu reduzieren», sagte Kretschmer. Das sei in Sachsen noch viel deutlicher als etwa in Schleswig-Holstein. Aber allen Kolleginnen und Kollegen sei klar, dass niemand verschont bleiben wird. «Überall steigen die Zahlen.»

Man werde sich an diesem Donnerstag noch einmal treffen und dann Entscheidungen treffen, erklärte Kretschmer. Bund und Länder würden gemeinsam Verantwortung tragen wollen. «Wir sind wieder auf einem Weg, der viele Jahre erfolgreich war - nicht konfrontativ, sondern gemeinsam.» Das stimme hoffnungsvoll.

Kretschmer äußerte sich auch zu möglichen Geisterspielen in der Bundesliga. Er sei sich sehr sicher, dass es im Laufe der Woche genau zu dieser Entscheidung komme. «Es sind noch drei Spieltage bis Weihnachten und die sollen ohne Zuschauer passieren.» Sachsen habe das für sich schon entschieden. Durch solche Maßnahmen sei die Mobilität im Land bereits zurückgegangen. «Das ist die erste Voraussetzung dafür, dass diese Welle gebrochen werden kann.»

Laut Kretschmer wurde auch das Thema Silvester und Feuerwerk angesprochen. Dazu werde man in den kommenden Tagen noch eine Diskussion führen. Ein Verzicht auf Feuerwerk ist laut Kretschmer «absolut notwendig». Je eher man das sage, desto geringer sei der wirtschaftliche Schaden für den Handel. Es dürfe jetzt keine zusätzlichen Kontakte geben. Man brauche Abstand, um im neuen Jahr wieder gut durchzustarten. «Wir sind in einer Phase, die wirklich ernst ist.» Man könne jetzt von Jeder und Jedem verlangen, sich an die Regeln zu halten.

Ob man in Sachsen einen harten Lockdown brauche, müsse in den kommenden beiden Wochen entschieden werden, sagte Kretschmer. Derzeit gebe es keine konkreten Pläne. Die Situation werde aufmerksam beobachtet. Kretschmer sprach von «leichten Hoffnungszeichen», dass die Infektionszahlen zurückgehen. Er spüre in der Bevölkerung eine Akzeptanz für härtere Maßnahmen. Nun müsse man sehen, wie der Bundesgesetzgeber das Infektionsschutzgesetz ausgestaltet. Sachsen liege daran, damit nicht bis zum 15. Dezember zu warten.

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