Kontrollen der neuen 3G-Regeln stichprobenartig

24.11.2021 3G in Bussen und Bahnen. Mitfahren darf von diesem Mittwoch an noch, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Die Unternehmen und Kommunen bereiten sich vor, kündigen aber nur stichprobenartige Kontrollen an.

An der Tür zu einem Bekleidungsgeschäft wird auf die Einhaltung der 3G-Regel hingewiesen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bus- und Bahnfahren wird aufwendiger. Mitfahren darf von diesem Mittwoch an nur noch, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Die Deutsche Bahn hatte am Dienstag entsprechende Kontrollen der sogenannten 3G-Regel angekündigt. Diese sollen stichprobenartig vom Sicherheits- und Kontrollpersonal durchgeführt werden.

Auch für die Leipziger Verkehrsbetriebe steht fest, dass nur stichprobenartige Kontrollen möglich sind, wie ein Sprecher der LVB auf Anfrage sagte. «Täglich sind rund 1000 Busse und Straßenbahnen in Leipzig unterwegs, da können wir nicht umfassend kontrollieren», sagte Marc Backhaus vom LVB. Es sei unmöglich, bei jedem Fahrgast am Einstieg die Zertifikate zu überprüfen.

Daher werde es punktuelle Kontrollen in den Fahrzeugen gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Polizei geben. Zudem wolle man in der Anfangszeit die Fahrgäste informieren und für die Maßnahmen sensibilisieren, ehe man gleich Sanktionen verhänge, betonte Backhaus.

Vom Verkehrsverbund Mittelsachsen hieß es, dass stichprobenartig kontrolliert werde. Wer dann keinen 3G-Nachweis erbringen könne, müsse das Fahrzeug verlassen.

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn sind in den ersten Tagen Kontrollen auf 400 Verbindungen geplant. Sollten Fahrgäste von der Fahrt ausgeschlossen werden müssen, weil sie die sogenannten 3G-Regeln nicht befolgten, könnten die Beschäftigten die Bundespolizei um Unterstützung bitten, hieß es.

Damit setzt die Bahn die Beschlüsse der Bundesregierung im neuen Infektionsschutzgesetz von vergangener Woche um. Seit diesem Dienstag stehen die Änderungen im Bundesgesetzblatt und sind damit ab Mittwoch gültig. Damit sollen Kontakte angesichts der wieder rasant steigenden Corona-Infektionszahlen stärker reglementiert werden. Sachsen ist derzeit der größte Hotspot für Corona-Neuinfektionen bundesweit. Das Robert Koch-Institut gab die Wocheninzidenz für den Freistaat am Dienstag mit 969,9 an.

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