Uniklinik rechnet mit mehr Corona-Patienten als im Vorjahr

09.11.2021 Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) stellt sich darauf ein, in der aktuellen Corona-Welle mehr Patienten auf der Intensivstation behandeln zu müssen als im vorigen Winter. «Nach der Inzidenzlage gehe ich im Augenblick davon aus, dass die Herausforderung größer sein wird als im letzten Winter», sagte der Chef der Intensivmedizin, Professor Sebastian Stehr. Schon jetzt sei die Situation «angespannt, aber stabil».

Eine Mitarbeiterin der Pflege steht in einem Zimmer einer Corona-Intensivstation. Foto: Fabian Strauch/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vor drei Wochen seien noch 8 Patienten intensivmedizinisch betreut worden, inzwischen sei die Zahl auf 18 angewachsen. Mehr als drei Viertel dieser Covid-Erkrankten seien ungeimpft gewesen, sagte Stehr. Auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie um Weihnachten 2020 herum seien in der Uniklinik Leipzig zeitgleich 43 Patienten auf der Intensivstation versorgt worden.

Das Universitätsklinikum habe bereits wieder einzelne Patienten aus Südsachsen aufgenommen. Das seien schwer kranke Menschen, die eine Maximalversorgung benötigten. Auch in den vorherigen Corona-Wellen wurden in Leipzig Patienten aus der Chemnitzer Region betreut. Wie auch jetzt wieder waren dort die Inzidenzzahlen höher als im sogenannten Cluster Leipzig.

Zur Verteilung von Covid-Patienten existieren in Sachsen drei Cluster. Leitstellen am Klinikum Chemnitz und an den Unikliniken Leipzig und Dresden überwachen die Kapazitäten der Krankenhäuser in ihren Regionen. Droht eine Überlastung, stockt zunächst das betreffende Krankenhaus seine Plätze selbst auf. Danach werden neue Patienten durch die Leitstellen auf andere Krankenhäuser verteilt.

Am UKL seien jetzt wieder die Kapazitäten für planbare Operationen reduziert worden, sagte Stehr. Zudem werden Normalstationen geschlossen, die sonst diese OP-Patienten versorgen, um Personal für die Betreuung von Corona-Patienten freizuschaufeln. «Das Universitätsklinikum Leipzig hat dafür einen fertigen Plan, und den haben wir diese Woche umgesetzt», sagte Stehr.

© dpa-infocom GmbH

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