Grundstein für Senckenberg-Campus in Görlitz gelegt

15.10.2021 Für das seit Herbst 2020 entstehende neue Areal des Görlitzer Naturkundemuseums ist am Freitag der Grundstein gelegt worden. Der Senckenberg-Campus «schafft endlich ausreichend Platz für internationale Forschung und die umfangreichen naturkundlichen Sammlungen», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) laut Mitteilung. Das Projekt sei eine «echte Bereicherung für die sächsische Museumslandschaft» und ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Stadt zu einem bedeutenden Wissenschaftsstandort in Sachsen und Deutschland. Kretschmer dankte dem Bund für dessen finanzielle Unterstützung «bei diesem dringend benötigten» Vorhaben.

Kretschmer, (v.l., CDU) und Lukas bei der Grundsteinlegung für den Neubau des Senckenberg Museums für Naturkunde. Foto: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bis Ende 2023 entsteht aus sanierten Denkmälern und Neubauten in dem vornehmlich aus der Gründerzeit stammenden Quartier der Innenstadt ein moderner Gebäudekomplex. Dort werden die bisher dezentral untergebrachten, insgesamt 6,5 Millionen Objekte umfassenden Sammlungen, Labore, Werkstätten, Seminarräume und Vortragssäle, eine öffentlich zugängliche Bibliothek und die Verwaltung unter einem Dach vereint.

Damit beginne eine neue Ära für die Naturforschung in Görlitz, sagte der Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft, Klement Tockner. Der Campus helfe bei der Suche nach den «besten Köpfen» in der globalen Wissenschaftscommunity».

Der Senckenberg-Campus ist eines der größten Bauprojekte des Freistaates im Forschungsbereich und soll im Sommer 2024 nutzbar sein. Der Freistaat investiert rund 60 Millionen Euro, fast ein Drittel davon sind Bundesmittel.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz geht auf die Gründung der Ornithologischen Gesellschaft 1811 zurück. In der DDR staatliches Forschungsmuseum, wurde es 1991 Landesmuseum und 2009 ein Institut der nach dem Frankfurter Arzt und Stifter Johann Christian Senckenberg (1707-1772) benannten Gesellschaft für Naturforschung. Sie ist Teil der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz.

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