Marsch fordert in Freiburg «Beste Leistung»

14.10.2021 Für RB Leipzig wird das Auswärtsspiel im Breisgau auch eine Reise ins Ungewisse. Die unbezwungenen Freiburger haben gerade einen Lauf. So wie Nkunku bei RB. Doch der Franzose war nach einem Foul stinksauer.

Leipzigs Christopher Nkunku jubelt nach seinem Treffer zum 3:0. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Freiburg hat RB Leipzig schon alles erlebt - eine Niederlage zu Zweitliga-Zeiten im Schneesturm, eine 0:3-Klatsche im Oberhaus, aber auch einen 3:0-Sieg in der Fußball-Bundesliga im März. Doch nun reist der schwach gestartete Vizemeister aus Sachsen zum noch unbezwungenen SC Freiburg. Cheftrainer Jesse Marsch fordert daher von seinem Team eine deutliche Leistungssteigerung. «Am Samstag ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, der Respekt für Freiburg ist sehr, sehr hoch. Wir brauchen diesen Sieg, und wir brauchen die beste Leistung der Saison», sagte Marsch am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

Obwohl der Verein in der Länderspielpause ein Dutzend Nationalspieler abstellen musste und somit kaum ein komplettes Mannschaftstraining vor dem Bundesligaspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Breisgau möglich war, sieht Marsch darin keinen Nachteil. «Ich finde es mehr als Vorteil, dass wir so viele Spieler in den Nationalteams haben, denn somit haben wir viel Qualität in der Mannschaft», betonte der US-Amerikaner.

Es ist dennoch eine Reise ins Ungewisse. Denn die Freiburger laufen erstmals in der Bundesliga im neuen Europa-Park-Stadion ein. SC-Coach Christian Streich appellierte bereits an die Fans: Es soll laut werden, mindestens genauso laut wie im alten Dreisamstadion. «Wir wünschen uns, dass wir hören, dass wir ein Heimspiel haben», sagte der 56 Jahre alte Trainer. «Es ist die gleiche Mannschaft, der gleiche Verein, es ist nur ein anderes Gebäude», betonte er.

Immerhin will er vor 20 000 Zuschauern die erste Niederlage abwenden. «Ich hoffe, dass die Zuschauer bei uns sind von der ersten Minute an, so wie sie es im Dreisamstadion immer waren», sagte Streich. Von den insgesamt zehn Bundesliga-Duellen gegen Freiburg hat RB sechs gewonnen, zuletzt im März. Es war die letzte Heimniederlage. Der Sportclub ist seit sieben Spielen daheim ungeschlagen. RB läuft seit sechs Bundesliga-Gastspielen einem Sieg hinterher.

«Die Mannschaft hat nicht nur diese Saison stark gespielt, sie ist klar, eine gute Gruppe und immer gefährlich bei Standards», meinte Marsch über den Tabellen-Dritten. Besonders angetan war er aber von Kollege Christian Streich: «Streich ist ein Super-Trainer, ich mag auch seine Pk's.»

Entwarnung im personellen Bereich gab Marsch bei Nordi Mukiele und Christopher Nkunku, die das Training tags zuvor abbrechen mussten. Nkunku verließ sogar stinksauer den Platz, ließ sich erst später von Marsch in der Kabine beruhigen. «Nkunku war böse auf die Mannschaft, weil er das Trainingsspiel verloren hat, dazu eine kleine Verletzung und ein bisschen Unzufriedenheit», meinte Marsch und betonte: «Ich freue mich, dass er so eine Form derzeit hat.»

Auch die leicht erkälteten Kevin Kampl und Yussuf Poulsen seien bereis für Samstag, trainierten nur individuell. Brian Brobbey fällt mit seinen Oberschenkel-Problemen vielleicht nur eine Woche aus. Dann erwartet Marsch auch Dani Olmo im Mannschaftstraining zurück. Nationalspieler Marcel Halstenberg unterzieht sich einem kleinen Eingriff im Knie und fällt mindestens zwei Wochen aus.

Dann wird RB auch in Sachen Zuschauerkapazität reagieren. Ab dem Heimspiel in der Champions League am 3. November gegen Paris Saint-Germain gilt die 2G-Regelung in der Red Bull-Arena. «Wir tragen die wirtschaftliche Gesamtverantwortung für RB Leipzig und haben in diesem Zusammenhang immer gesagt, dass wir die Situation neu bewerten müssen, wenn sich eine Möglichkeit abzeichnet, dass wir die Red Bull Arena komplett befüllen können», meinte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff. Damit kommen nur Geimpfte oder Genesene ins Stadion. Es müssen auch keine Abstandsregeln eingehalten werden und es besteht keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

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