Bundespolizei nimmt mutmaßliche Schleuser in Gewahrsam

12.10.2021 Der Strom von Flüchtlingen an der deutsch- polnischen Grenze reißt nicht ab. Am Montag und Dienstag registrierte die Bundespolizeiinspektion in Ludwigsdorf insgesamt 57 illegale Grenzübertritte. Nahe des Görlitzer Bahnhofes wurden 25 Menschen aufgegriffen, darunter mehrere Kinder. 20 Betroffene stammen aus dem Irak, teilte die Bundespolizeidirektion Pirna mit. Bereits am Montag waren 32 Flüchtlinge festgestellt worden. In zwei Fällen gelang es, die Schleuser aus dem Verkehr zu ziehen. Die beiden Ukrainer wurden vorläufig festgenommen, teilte die Inspektion in Ludwigsdorf mit.

Eine Polizistin hält eine Winkerkelle in der Hand. Foto: Guido Kirchner/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bundespolizei registriert seit geraumer Zeit vermehrt illegale Grenzübertritte an der deutsch-polnischen Grenze und bringt das mit der Situation in Belarus in Verbindung. Die Regierungen in Lettland, Litauen und Polen beschuldigen den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen.

Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen sein Land. Seitdem mehren sich Meldungen über versuchte illegale Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus.

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