Ausländerbeauftragter: Potenzial von Migranten nutzen

07.10.2021 Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels gerade im deutschen Mittelstand muss nach Ansicht des sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth dringend die Arbeitsmigration optimiert werden. Das sei die «vordringlichste Aufgabe» der neuen Bundesregierung, sagte er am Donnerstag in Dresden und forderte «intelligente Lösungen» wie Anwerbung und Qualifizierung geeigneter Bewerbungen sowie Anerkennung und Verbesserung von Qualifikationen. «Das Potenzial, das in Migrantenfamilien vorhanden ist, darf nicht länger liegen gelassen werden.»

Geert Mackenroth (CDU), Ausländerbeauftragter, spricht im Landtag auf einer Pressekonferenz. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Mackenroth sollten «gut integrierte Personen ohne Schutzstatus die Chance bekommen, dauerhaft zu bleiben und weiter mit einer Bleibeperspektive arbeiten». Auch der Übergang zur Berufsausbildung müsse gefördert, Abbrüche aufgrund von Problemen mit der Theorie verhindert und Lösungen für den Konflikt bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse gefunden werden. Es sei verständlich, dass Handwerker Qualifikationsnachweise verlangten. Aber in einer Probezeit könnte diese ja festgestellt und bei Eignung auf das hierzulande nötige Niveau gebracht werden.

Hoffnung macht Mackenroth, dass in den Parteiprogrammen der möglichen Koalitionäre im Bund im Bereich Migration und Arbeitsmigration «ziemlich viel deckungsgleich» sei. «Ich rechne damit, dass da etwas passiert». In der «eigentlich guten sächsischen Struktur der Dienstleistung für Arbeitnehmer» sieht er noch «Luft nach oben», um Suche und Angebot passgenauer zusammen zu bringen. Ein «großes Defizit» sei die interkulturelle Kompetenz in der Verwaltung. «Wir brauchen Menschen, die etwas verstehen von ausländischen Kulturen, anderen Sitten und Gebräuchen.» Für einige Stellen im Öffentlichen Dienst sollte das ein Anforderungsmerkmal werden.

Laut seinem vorgelegten Jahresbericht 2020 hat die Pandemie die Integrationsarbeit massiv beeinträchtigt. Wie eine landesweite Umfrage ergab, sind Migranten und Geflüchtete klar benachteiligt und vor allem Spracherwerb und soziale Integration «empfindlich gestört», sagte Mackenroth. Es brauche zusätzliche Projekte, um entstandene Lücken gezielt aufzuarbeiten.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Sport news

Handball-WM: DHB-Frauen mit Pflichtsieg weiter auf Kurs Viertelfinale

Gesundheit

Heiserkeit und raue Stimme: Bei Stimmlippenknötchen sollten Sie wenig sprechen

Das beste netz deutschlands

Autofußball und Tiere falten: Das sind die aktuellen Game-Favoriten aus dem App Store

Internet news & surftipps

Verbraucher: Lahmes Internet? Bundesnetzagentur legt Mess-Vorgaben fest

Das beste netz deutschlands

Für iPhone und iPad: Top-Apps: Thermomix-Rezepte, Safari-Feature und Notizblock

Auto news

Berlin scannt Parksünder : Zehnmal effektiver als eine Politesse

People news

Musik: Bushido im Ruhrgebiet: Musikvideo bei Bochumer Friseur

People news

Kanzlergattin: Britta Ernst - Ehefrau des Kanzlers und selbst Ministerin

Empfehlungen der Redaktion

Regional sachsen

Kinder mit Migrationshintergrund mehr unterstützen

Wirtschaft

Fachkräfte: Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse: weniger Anträge

Regional hamburg & schleswig holstein

Kagermann: Umbau der Mobilität kann Beschäftigung steigern